Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie

Womit befasst sich die Exfoliativ-Zytologie?

Die Exfoliativ-Zytologie (eng. exfoliative cytology) ist eine Methode zur Diagnose pathologischer Veränderungen in Zellen, z. B. bei Krebs. Zu diesem Zweck werden die Zellen von der Körperoberfläche abgeschnitten oder abgeschabt. Die frühe klinische Zytologie wird auch überwiegend durch die exfoliative Zytologie repräsentiert. Dazu gehören die Untersuchung von Vaginalabstrichen, Sputum, Urin, Pleura, Flüssigkeitsausscheidungen etc.

Wer führt die Exfoliativ-Zytologie durch?

Die zusätzliche Weiterbildung in Exfoliativ-Zytologie kann ein Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (auch „Frauenarzt“, „Gynäkologe“) absolvieren. Hiermit spezialisiert er sich auf die Auswertung von Untersuchungen zur Erkennung des Gebärmutterhalskrebses.

Welche Vor- und Nachteile hat eine zytologische Analyse?

Die exfoliative Analyse hat folgende Vorteile:

  • hohe Genauigkeit;
  • minimaler Grad des Eingriffs in den Körper;
  • keine aufwendigen Vorbereitungen;
  • niedrige Untersuchungskosten;
  • schnelle Ergebnisse.

Der Hauptnachteil der Zellforschung ist die Notwendigkeit, das Material direkt aus den betroffenen Körperregionen zu entnehmen. Dies führt zu gewissen Schwierigkeiten in Fällen, in denen die Lokalisation einer Entzündung oder eines Tumors unbekannt ist, obwohl die Symptome auf das Vorhandensein einer solchen Pathologie beim Patienten hinweisen.

Wann ist eine zytologische Untersuchung sinnvoll?

Die zytologische Analyse ist für die Erkennung von Tumoren und Vorstufen davon (Präkanzerosen) unerlässlich. Sie zeigt aber auch viele entzündliche, infektiöse und Autoimmunerkrankungen. Daher wird sie in vielen Bereichen der Medizin erfolgreich eingesetzt: Onkologie, Gynäkologie, Chirurgie.

In den folgenden Fällen verordnet der Arzt eine zytologische Untersuchung:

  • zur Vorbeugung von Krankheiten: So empfehlen Gynäkologen beispielsweise jährliche zytologische Tests zum Nachweis von Neoplasmen, Entzündungen und Infektionen.
  • für die Diagnose: Eine zytologische Untersuchung zeigt die Art der Pathologie, bestimmt das Vorhandensein von Tumoren und deren Art und erkennt Begleiterkrankungen. Die diagnostische Analyse wird von einem Arzt durchgeführt, um die Vordiagnose zu bestätigen oder zu widerlegen.
  • zur Überwachung: Während einer Behandlung wird der Patientin eine zytologische Untersuchung zugeordnet, um die Dynamik der Erkrankung zu überwachen, ggf. Änderungen am Behandlungsplan vorzunehmen und die Genesung zu bestätigen. Bei onkologischen Patienten ermöglicht die regelmäßige zytologische Untersuchung den Nachweis von Rezidiven (Rückfällen).

 

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