Ernährung bei Demenz

Besonderheiten bei der Ernährung bei Demenz

Demenzkranke benötigen eine ausgewogene Ernährung. Dies kann aus verschiedenen Gründen zu einem Problem werden, z. B. wegen der Koordinationsstörungen und geänderten Geschmackspräferenzen.

Demenz ist ein Oberbegriff für eine tiefgreifende Gedächtnisstörung. Sie ist eine Krankheit, für die ältere Menschen anfällig sind. Normalerweise führt sie zum Tod von Nervenzellen im Gehirn. Die Hauptsymptome von Demenz sind: Gedächtnisverlust, gestörtes räumliches Bewusstsein und Begriffsvermögen.

Warum verlieren Patienten mit Demenz Gewicht?

  • Fehlender Appetit, z. B. ausgelöst durch Bedrücktsein / Depression: Daher ist eine ansprechende Zubereitung der Mahlzeiten und das Anrichten auf dem Teller sehr wichtig.
  • Bewegungsmangel: Wegen der Einschränkung körperlicher Aktivitäten spüren ältere Menschen seltener Hunger.
  • eventuell Verlust der Fähigkeit, die angebotenen Speisen und Getränke zu erkennen
  • Schlechter Zustand von Zähnen, Zahnfleisch und Zahnersatz sowie Erkrankungen der Mundhöhle können das Kauen erschweren.
  • Schlucken ist ein komplexer physiologischer Vorgang, an dem eine ganze Reihe von Reflexen beteiligt sind. Atrophie bestimmter Gehirnbereiche bei Patienten mit Demenzsyndrom verursacht Störungen, die zu Schluckbeschwerden (Dysphagie) führen. Deswegen empfiehlt es sich, Mahlzeiten zu zerkleinern.
  • Verstopfung ist eine typische Beschwerde bei Patienten mit Demenz. Dies hat Übelkeit oder Völlegefühl zur Folge und wirkt sich negativ auf den Appetit aus. Diese Beschwerden lassen sich durch Steigerung körperlicher Aktivitäten, Verzehr von ballaststoffreichen Lebensmitteln (Vollkornprodukte) und eine genügende Flüssigkeitszufuhr mildern.

Die oben aufgeführten Gründe können zu Gewichtsverlust führen. In diesem Fall sollte man darauf achten, mehr kalorienreiche Lebensmittel zu konsumieren.

Welche Lebensmittel sollen auf dem Ernährungsplan bei Demenz-Patienten stehen?

Bei der Ernährung bei Demenz kann eine fettbewusste Ernährung sinnvoll sein. Nüsse und Samen, Avocados, Produkte aus Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Beeren und Pflanzenöl sind beispielsweise für den täglichen Speiseplan geeignet. Darüber hinaus empfehlen Fachleute Sauermilchprodukte, mageres Fleisch und Geflügel, fettarmer Fisch (Zander, Seehecht), Meeresfrüchte (Garnelen, Tintenfisch, Seetang), Sauerkraut und Gewürze (Safran, Salbei, Zimt, Zitronenmelisse).

Die Gerichte sollten mit einer minimalen Salzmenge gedünstet, gekocht oder gebacken werden. Die Portionen sollen klein sein, das Essen vorgeschnitten. Es empfiehlt sich, nicht unmittelbar vor dem Schlafengehen zu essen. Der Patient soll auch reichlich Wasser (mindestens 30 ml pro kg Körpergewicht) trinken.

 

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