Epithesen

Was sind Epithesen?

Epithesen sind künstliche Gesichtsteile aus medizinischem Silikon oder Acrylat, die an das Gesicht des Patienten angepasst werden. Dabei handelt es sich um Prothesen, die den fehlenden Teil des Gesichts oder Körpers ersetzen. Man bringt sie an der Außenseite der betroffenen Stelle an. Bei komplexeren Konstruktionen ist ein Teil der Epithese in den Schädel oder andere Knochen des Körpers integriert.

Wer braucht Epithesen?

Die Mehrheit der Patienten, die Epithesen benötigen, sind Menschen, bei denen man Tumoren des Gesichts und des Halses, der Nase oder Ohren, des Oberkiefer oder ein Teil des Gesichts entfernt hat. Nach einem solchen Vorgang ist es fast unmöglich, einen Gesichtsteil wiederherzustellen.

Ähnliche schwere Defekte entstehen durch Verletzungen und angeborene Anomalien. Wenn weder eine plastische noch eine Kiefer- oder Gesichtschirurgie dazu beiträgt, diese Gesichtsfehler zu beseitigen, kommen Epithesen zum Einsatz.

Wie stellt man eine Epithese her?

Moderne Epithesen bestehen aus Silikon. Das Material wird schichtweise aufgetragen und in einem speziellen Gerät „zusammengestellt“. Zuvor erstellt man ein 3D-Modell der Epithese. Hier kommt moderne Spitzentechnologie zum Einsatz. Der Patient unterzieht sich einer Computertomographie (CT). Darauf basierend entwickeln Spezialisten ein 3D-Modell der Epithese. Es kann mehrere Tage bis mehrere Wochen dauern, bis eine Epithese fertig ist. Während dieser Zeit werden die Strukturelemente korrigiert und dem Patienten „anprobiert“. Die fertige Epithese fixiert der Arzt mit einem Spezialkleber auf der Haut.

Welche positiven Effekte sind zu erwarten?

Die Epithese gibt dem Menschen nicht nur ein normales Aussehen zurück, sondern in gewissem Maße auch die Funktion des verlorenen Teils des Körpers. Eine Nasenprothese reduziert zum Beispiel den Luftstrom und stellt die Feuchtigkeit der Schleimhaut wieder her. Durch die Ohrepithesen kann man dagegen wieder besser hören.

 

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