Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)

Eierstockkrebs ist die Krebserkrankung des die weiblichen Keimzellen produzierenden Organs. Es ist eine bösartige Gewebeneubildung, der das Gewebe der Eierstöcke befällt und aus Ovarialepithelzellen gebildet wird. Das Ovarialkarzinom ist der zweithäufigste gynäkologische Krebs weltweit.

Was sind Ursachen des Eierstockkrebses?

  • erbliche Veranlagung,
  • Fehlgeburten und Abtreibungen,
  • chronische Eierstockentzündung,
  • Zysten und Tumore;
  • unkontrollierte orale Kontrazeptiva („Pille“).

Zusätzlich beeinflussende Faktoren:

Symptome von Eierstockkrebs

Ein Karzinom an den Eierstöcken kann ohne schwerwiegende Symptome lange Zeit unbemerkt bleiben. Hierzu zählen beispielsweise:

  • Druck- oder Völlegefühl im Unterbauch;
  • Verdauungsstörungen: Übelkeit, Verstopfung;
  • häufiges Wasserlassen;
  • Menstruationsstörungen;
  • Schwellung der Beine;
  • Schmerzen im Unterbauch, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr;
  • Fieber;
  • erhöhte Schwäche und Müdigkeit;
  • Vergrößerung des Bauches.

Welche Arten des Ovarialkarzinoms unterscheidet man?

Eierstockkrebs kann durch den Mechanismus seines Auftretens in primäre, sekundäre, metastatische und maligne papilläre Zystadenome unterteilt werden:

  • Primärer Eierstockkrebs: Bei jungen Frauen im Alter von bis zu 30 Jahren sind am häufigsten beide Eierstöcke betroffen.
  • Sekundärkrebs entsteht aus einer Zyste (gutartige Ovarialtumoren), tritt am häufigsten bei Frauen im Alter von 40 bis 60 Jahren auf.
  • Metastatischer Krebs tritt aufgrund der Ausbreitung von Metastasen auf die Eierstöcke anderer vom Tumor betroffener Organe auf. Mit dem Blut- oder Lymphfluss gelangen Krebszellen in die Eierstöcke, die Erkrankung ist schwerwiegend.
  • Das maligne papilläre Zystadenom ist eine Zyste mit einer großen Anzahl von papillären Auswüchsen. Oft begleitet von einer Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle, die die Ausbreitung von Metastasen auf die inneren Organe unterstützt.

Welche Methoden werden zur Diagnostik verwendet?

Behandlung des Eierstockkrebs

  • Eine wirksame Behandlungsmethode ist die chirurgische Behandlung, bei der Gebärmutter, Gebärmutterhals, Eileiter und Eierstöcke entfernt werden. Es besteht das Risiko von Komplikationen: Unfruchtbarkeit, hohe Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens der Krankheit und Tumormetastasen.
  • Bei einer radiochirurgischen Operation werden radioaktive Strahlen eingesetzt. Eine solche Operation zerstört pathologische Krebszellen, ohne das gesunde Gewebe zu beeinträchtigen.
  • Eine Strahlentherapie wird bei Eierstockkrebs in der Regel nicht verschrieben, in seltenen Fällen kann sie zur Behandlung von Metastasen in den inneren Organen eingesetzt werden.
  • Hormontherapie kann in Kombination mit einer Chemotherapie angewendet werden. Medikamente mit männlichen Geschlechtshormonen werden in der Regel bei Eierstockkrebs verschrieben.

 

 

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