Dyskalkulie

Was ist eine Dyskalkulie?

Die Dyskalkulie ist eine Rechenschwäche bzw. Rechenstörung. Sie kann im Vorschul- und Schulalter auftreten. Die Ursache für diese Beeinträchtigung liegt im visuellen Gedächtnis, in Aufmerksamkeitsstörungen sowie in Störungen des abstrakten und logischen Denkens. Beim Lernen manifestiert sich Dyskalkulie an der fehlenden Fähigkeit, sich an die Bedingungen der Aufgabe zu erinnern und eine Lösung zu planen.

Welche Symptome können bei Rechenschwäche auftreten?

  • Schwierigkeiten, Zahlen zu schreiben
  • Rechnungen mit komplexen Zahlen führen zu ernsthaften Schwierigkeiten bis hin zu Angsterscheinungen
  • Probleme, Mengen zu vergleichen
  • Kettenrechnungen können nicht durchgeführt werden
  • mathematische Begriffe fallen dem Kind nicht ein

Was sind Gründe für Dyskalkulie?

  • Mathe-Phobie: Sie tritt beispielsweise aufgrund negativer Erfahrungen im Schulunterricht auf, aus denen sich ein geschwächtes Selbstvertrauen und Angst vor mathematischen Aufgaben entwickelt haben.
  • Schwierigkeiten in der Verarbeitung von visuellen Informationen: Gleichzeitig können betroffene Kinder mathematische Situationen und Zahlen in der Aufgabe nicht richtig darstellen. Diese Störung wird auch als „nonverbale Lernstörung“ bezeichnet.
  • Fehlende Fähigkeit, Reihenfolgen zu bilden: Betroffene Kinder haben Schwierigkeiten, sich an Rechenregeln und Formeln zu erinnern, die für mathematische Berechnungen erforderlich sind. Häufig sind noch weitere Bereiche betroffen (Rechtschreibung, Lesen).

Wie wird eine Rechenstörung behandelt?

Maßnahmen zur Behandlung dieser Beeinträchtigung werden in Sprachtherapiezentren, Polikliniken und spezialisierten Einrichtungen für Kinder durchgeführt. Die Therapie erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten (unter anderem Logopäden, Neurologen, Psychologen). Diese führen eine Dyskalkulie-Therapie durch. Dabei wird das visuell-räumliche Denken gefördert, die Fähigkeit mathematische Konstruktionen zu handhaben sowie logisches und abstraktes Denken. Sie bilden Selbststeuerungsprozesse gemeinsam mit den Kindern.

Kann sich eine Dyskalkulie auch im Erwachsenenalter entwickeln?

Wenn sich eine Dyskalkulie bei Erwachsenen unerwartet entwickelt, kann dies ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein. Eine Hirnschädigung durch Schlaganfälle, Kopfverletzungen, Tumore oder Zysten können diesen Zustand verursachen. In all diesen Fällen ist ein frühzeitiger Behandlungsbeginn erforderlich, um gravierende Folgen zu vermeiden.

War die Krankheit bereits im Kindesalter vorhanden, so hält sie im Erwachsenenalter an, jedoch in wesentlich geringerem Maße, sofern eine Therapie durchgeführt wurde. Die Person kann Schwierigkeiten haben, Entfernungen zu bestimmen, Zeit zu planen und größere Geldbeträge zu berechnen.

 

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