Dumping-Syndrom

Was ist das Dumping-Syndrom?

Das Dumping-Syndrom ist ein pathologischer Zustand, der z. B. nach einer Magen-Operation beginnen kann. Die Störung tritt bei Patienten auf, die sich einer Gastrektomie (vollständige Entfernung des Magens) oder Resektion (ein erheblicher Teil des Magens wird entfernt) unterzogen haben. Grobe Nahrung, die nicht im Magen verdaut wurde, gelangt in den Dünndarm. Der Blutfluss des Patienten steigt und es wird interzelluläre Flüssigkeit freigesetzt. Diese reizt die Schleimhaut. Große Speisereste dehnen die Darmwände aus. Es kommt zu einer sogenannten Sturzentleerung (to dump = plumpsen).

Die Ursache der Pathologie können nicht nur chirurgische Eingriffe sein. Das Dumping-Syndrom tritt zudem bei Patienten auf, die an chronischen Krankheiten leiden, wie (Diabetes (Zuckerkrankheit) oder Kolitis. Krankhafte Veränderungen können auch aufgrund von ständigem Stress oder dem Verzehr großer Mengen an Nahrungsmitteln auftreten.

Was sind klinische Manifestationen der „Sturzentleerung“?

Das Dumping-Syndrom entwickelt sich allmählich und weist die folgenden Symptome auf:

  • Schwäche, Fieber, Gefühl eines überfüllten Magens: So manifestiert sich eine milde Form der Pathologie, die sich bei einigen Menschen nach dem Verzehr von Milch oder Süßigkeiten entwickelt.
  • Die durchschnittliche Schwere dieser Krankheit äußert sich in erhöhter Müdigkeit, vermindertem Sehvermögen, Schwitzen und Schläfrigkeit, Hunger und verminderter Arbeitsfähigkeit. Im Falle eines Anfalls verspüren die Patienten einen schnellen Herzschlag und ein Kribbeln der Gliedmaßen, Atemnot, Rhinitis, Durchfall und vermehrtes Wasserlassen.
  • Beim schweren Dumping-Syndrom leiden die Patienten unter Bewegungsstörungen, verstärktem Schwitzen, trübem Bewusstsein und Bluthochdruck.
  • In der Zeit zwischen den Anfällen verlieren die Patienten ihre Arbeitsfähigkeit, sie werden von einem Zustand der Depression und Schwäche gequält. Angehörige beobachten regelmäßige Stimmungsänderungen von gereizt zu apathisch.

Je nach Entwicklungszeit unterscheiden Mediziner:

  • Ein frühes Syndrom, das sich fast sofort nach dem Essen entwickelt. Es manifestiert sich mit folgenden Anzeichen: Ohnmacht, Völlegefühl.
  • Das späte Syndrom tritt zwei bis drei Stunden nach einer Mahlzeit auf. Die Symptome sind Zittern, unersättlicher Hunger, verlangsamte Herzkontraktionen, Angstzustände, „Fliegen“ vor den Augen, übermäßiges Schwitzen.

Zu welchen Komplikationen führt das Dumping-Syndrom?

Die Folgen Syndroms können sein:

  • verminderte Lebensqualität;
  • Erosion und Geschwüre an der Magenschleimhaut;
  • Verwachsungen in der Bauchhöhle;
  • Verletzung des Säure-Base-Gleichgewichts;
  • chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse oder des Darms;
  • Hypovitaminose und Stoffwechselstörungen;
  • Magersucht und extreme Erschöpfung des Körpers;
  • Proteinmangel.

Wie behandeln Ärzte das Dumping-Syndrom?

Bei seiner leichten Form empfehlen Ärzte eine Behandlung in Form einer speziell entwickelten Ernährungstherapie. Die Diät basiert auf einer kalorienreichen Ernährung in kleinen Portionen, Flüssigkeit und Kohlenhydrate sind begrenzt. Eine vollwertige Vitaminzusammensetzung der Lebensmittel müssen Patienten beachten.

Eine Operation ist angezeigt, wenn Diät-Therapie und Medikamente unwirksam waren. Die Operation zielt darauf ab, den Verdauungstrakt zu verbessern, den natürlichen Prozess des Transports von Nahrungsmitteln wiederherzustellen und den Übergang des Mageninhalts in den Darm zu verlangsamen.

 

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