Ein Blutzuckermessgerät neben einem Topf Zucker.

Aufklärung und Hilfe bei Diabetes: Dr. Ritzel erhält das Siegel Dr. Pro Bono

Diabetes mellitus, landläufig auch die „Zuckerkrankheit“ genannt, ist eine Stoffwechselkrankheit, bei der entweder die körpereigene Produktion von Insulin gestört ist (Typ-1) oder die Körperzellen nicht mehr gut auf das körpereigene Insulin reagieren (Typ-2). Dadurch können die mit der Nahrung aufgenommenen Kohlenhydrate nicht oder nur teilweise in Energie umgewandelt werden.
Dr. Uwe Ritzel ist Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie mit einer Spezialisierung auf Diabetologie. Gemeinsam mit seinen Kollegen engagiert er sich ehrenamtlich in der Aufklärungsarbeit und Prävention von Diabetes. Dafür erhält er das Siegel Dr. Pro Bono von der Stiftung Gesundheit.


Herr Dr. Ritzel, wie engagieren Sie sich?

Profilbild Dr. Ritzel
Dr. Uwe Ritzel ist Diabetologe und Dr. Pro Bono

Wir engagieren uns für Menschen mit Diabetes mellitus. Dies erfolgt durch unsere Ernährungsberaterinnen, Diabetesberaterinnen und ärztlich diabetologischerseits durch mich. Wir arbeiten ehrenamtlich mit Selbsthilfegruppen zusammen und organisieren Informationsveranstaltungen und Fortbildungen für Betroffene.

Seit wann sind Sie im Ehrenamt tätig?

Unser Engagement üben wir seit über 15 Jahren aus.

Wie setzen Sie sich in diesem Projekt für das Gemeinwohl ein?

Diabetes mellitus wird häufig nicht rechtzeitig bemerkt und kann dann zu lebensverändernden schwerwiegenden Folgen führen. Bei Betroffenen und Angehörigen bestehen zu Hause – auch nach der ärztlichen oder Krankenhausbehandlung – oft große Unsicherheiten und Ängste. Eine Hilfe können hier Selbsthilfegruppen bieten, die wir fachlich und personell unterstützen.

Planen Sie in Zukunft noch andere ehrenamtliche Projekte?

Für die Zukunft werden wir wieder einen Diabetikertag für betroffene Patienten und Angehörige mitorganisieren sowie weiterhin für die Selbsthilfegruppen ehrenamtlich tätig sein.
Außerdem engagiere ich mich im Vorstand der ADWF (Arbeitsgemeinschaft Diabetologie Wilhelmshaven-Friesland e.V.), die für Ärzte und Gesundheitsberufe die Möglichkeit bietet, sich in diabetologischen Themen weiterzubilden.

Wo besteht aus Ihrer Sicht noch Bedarf an ehrenamtlicher ärztlicher Arbeit?

Wir würden uns wünschen, in Zukunft noch weitere Kreise zu erreichen, zum Beispiel auch in Schulen und Kindergärten. Durch frühzeitige Motivation sich gesund zu ernähren und zu bewegen, lassen sich Übergewicht und sogar Diabetes verhindern.