Zwei Jungen im Fußballtrikot.

An der Außenlinie und mittendrin: Dr. Behr betreut Jugendfußballmannschaften

Ob im Profisport oder in den Amateurligen – beim Fußball geht es oft zur Sache und trotz gutem Training und Prävention ist die Verletzungsgefahr hoch. Umso wichtiger ist es, dass gleich ein Arzt zur Stelle ist. „Gerade im Jugendfußball besteht ein enormes Defizit an sportmedizinischer Betreuung“, stellt Dr. Patric Behr fest. Seit zwei Jahren steht der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie seinem Team ehrenamtlich als Mannschaftsarzt zur Seite. Dafür erhält er das Siegel Dr. Pro Bono.


Profilfoto Mannschaftsarzt Doktor Behr
Dr. Pro Bono Patric Behr engagiert sich als Mannschaftsarzt im Amateursport.

Wie setzen Sie sich für das Gemeinwohl ein?

Ich bin ehrenamtlich im Jugendfußball als Mannschaftsarzt im Verein tätig. Momentan betreue ich eine C-Jugend Mannschaft im Alter von 12 bis 14 Jahren. Meine Aufgaben sind die medizinische Betreuung bei den Spielen sowie teilweise auch im Training. Dies geschieht in enger Abstimmung mit den ebenfalls ehrenamtlich arbeitenden Trainern. Darüber hinaus bin ich Ansprechpartner als Arzt im Verein und ärztlicher Betreuer bei Turnieren.

Bei Verletzungen der Spieler übernehme ich die Behandlung und erste Diagnostik noch auf dem Platz oder an der Außenlinie. Dies gibt den jungen Spielern Sicherheit und Selbstvertrauen während des Spiels. Darüber hinaus bekommen sie das Gefühl, dass es schon ein bisschen so wie bei den Profis ist, auch wenn zur Behandlung oft „nur“ in ein paar tröstende und aufmunternde Worte und etwas „Eisspray“ ausreichen.

Seit wann sind Sie ehrenamtlich tätig?

Ich übe diese Tätigkeit seit zwei Jahren aus.

Warum engagieren Sie sich in dieser Form?

Anfänglich bin ich über meinen Sohn, der selbst aktiv Fußball im Verein spielt, zu meiner ehrenamtlichen Tätigkeit gekommen. Dadurch habe ich festgestellt, dass gerade im Jugendfußball ein enormes Defizit an sportmedizinischer Betreuung besteht und dass in dieser Hinsicht eine Unsicherheit bei den ebenfalls ehrenamtlich tätigen Trainern vorhanden ist.

Dies gilt für die Versorgung von akuten Verletzungen, für Nachbehandlung und die Prävention, aber auch für die Trainingsmethoden und die Ernährung aus sportmedizinischer Sicht. Meine Arbeit als Mannschaftsarzt im Verein ermöglicht dem Jugendfußball eine professionelle sportmedizinische Betreuung und unterstützt das Trainerteam.

Planen Sie in Zukunft noch andere ehrenamtliche Projekte?

Zur Zeit stehen keine neuen Projekte an, ich bin aber immer offen für weiteres ehrenamtliches Engagement und bin gespannt, was sich in der Zukunft noch alles ergibt.

Wo besteht aus Ihrer Sicht noch Bedarf an ehrenamtlicher, ärztlicher Arbeit?

Um beim Sport zu bleiben: Hier sehe ich insbesondere im Jugendbereich in fast allen Sportarten einen hohen Bedarf an ehrenamtlicher ärztlicher Arbeit. Insbesondere weil fast alle Vereine grundsätzlich auf ein rein ehrenamtliches Engagement angewiesen sind.


Bilder: privat.