Doppler-Sonographie der intrakraniellen Gefäße

Was ist die Doppler-Sonographie der intrakraniellen Gefäße?

Die Doppler-Sonographie ist eine Art von Ultraschall (Sonographie), mit dem man den Zustand von Blutgefäßen beurteilen kann. Zudem lassen sich Störungen des Blutflusses sowie Veränderungen in den Wänden von Arterien und Venen feststellen. Bei der Doppler-Sonographie der intrakraniellen Gefäße werden die Gefäße in einer zweidimensionalen Ebene untersucht, wodurch man Informationen über ihre Struktur erhält sowie teilweise die Geschwindigkeit und Qualität des Blutflusses bestimmen kann. Ein vollständigeres Bild der Durchblutung lässt sich mit der Doppler-Sonographie im Duplexmodus gepaarter Gefäße darstellen.

In welchen Fällen wird diese Doppler-Sonographie durchgeführt?

Diese Untersuchung wird verschrieben für:

  • Kopfschmerzen;
  • Schwindel verursacht durch das Drehen des Kopfes;
  • Schlaganfall;
  • vorübergehende ischämische Attacke;
  • Lärm im Kopf;
  • schwere zervikale Osteochondrose (degenerative Veränderung an der Wirbelsäule);
  • Taubheit der Arme / Beine;
  • arterielle Hypertonie;
  • Sprachbehinderung;
  • erhöhtes Cholesterin;
  • ischämische Herzkrankheit;
  • zerebrovaskuläre Erkrankung.

Was ermöglicht die Doppler-Sonographie der intrakraniellen Gefäße?

Die Doppler-Sonographie der intrakraniellen Gefäße ist eine Form der Untersuchung, bei der Ultraschallimpulse auf Gefäßformationen an der Schädelbasis gerichtet werden. Auf diese Weise kann man den Blutfluss in großen intrakraniellen Basalarterien in Echtzeit messen. Zusätzlich zur grafischen Anzeige der Blutflussgeschwindigkeit kann man auch ein Audiosignal erhalten. Diese nicht-invasive Untersuchung der intrakraniellen Hirndurchblutung ist insbesondere für kritisch kranke Patienten sowie für die Beurteilung der Kollateraldurchblutung bei ambulanten Patienten von Nutzen.

Außerdem ermöglicht die Untersuchung die Überwachung bei neurochirurgischen Eingriffen und hilft, eine abnormale Verengung der Arterie oder einen gefährlichen arteriellen Krampf nach einer Subarachnoidalblutung (arterielle Blutung in den Subarachnoidalraum) zu erkennen. Diese Methode wird auch verwendet, um Stimmungsstörungen zu untersuchen und Abnormalitäten im limbischen System bei schwerer Depression festzustellen.

Wie wird diese Doppler-Sonographie durchgeführt?

Der Arzt trägt ein spezielles Gel auf den zu untersuchenden Bereich auf. Anschließend fährt er mit dem Sensor über den entsprechenden Bereich. Dabei sollten keine unangenehmen Empfindungen und Beschwerden auftreten. Die Dauer des Verfahrens hängt davon ab, welcher Bereich untersucht wird. Die Doppler-Sonographie der intrakraniellen Gefäße dauert normalerweise 30 bis 35 Minuten.

 

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