Angiographie: Digitale Subtraktions-Angiographie

Was ist eine Digitale Substraktions-Angiographie?

Eine Digitale Subtraktions-Angiographie (DSA) ist die Darstellung von Blutgefäßen durch bildgebende Diagnosetechniken. Bei der Digitalen Substraktionsangiographie werden statt einer dauerhaften Röntgenaufnahme nur drei Bilder pro Sekunde erstellt. Dadurch verringert sich die Strahlenbelastung um bis zu 90 Prozent, worin ein großer Vorteil dieser Technik besteht.

Bei der Digitalen Subtraktions-Angiographie werden Röntgenaufnahmen im Wechsel mit und ohne injiziertes Kontrastmittel durchgeführt. Mithilfe von Computertechnik werden diese Aufnahmen voneinander subtrahiert. Dadurch erhält man ein Bild, das lediglich die zu untersuchenden Gefäße darstellt. Objekte, die keinen diagnostischen Wert haben wie Skelett oder Weichteile, werden dadurch nicht mehr abgebildet. Diese Methode dient zur Beurteilung des Zustandes des Herz-Kreislauf-Systems.

Was sind Indikationen für eine Digitale Substraktions-Angiographie?

Eine DSA kann bei folgenden Indikationen zum Einsatz kommen:

  • Läsionen im Bereich Halsschlag- und Hirnarterien;
  • Schädigungen im Bereich Brust- und Bauchaorta;
  • Blessur im Bereich Nieren- und viszerale Arterien;
  • Beschädigte Gefäße der unteren Extremitäten;
  • Untersuchung von Blutgefäßen und Organen zur Bewertung nach einer Operation;
  • wenn eine Untersuchung mit vorhandenen Röntgenmethoden zur Darstellung von Blutgefäßen zu riskant oder aus weiteren Gründen nicht möglich ist.

Eine ambulante intravenöse DSA wird durchgeführt bei:

  • arterieller Hypertonie (Bluthochdruck);
  • tastbaren Tumoren des Abdomens (Bauch);
  • Tumoren des Halses, des Mundes und der Gliedmaßen.

Gegenanzeigen für eine DSA sind eine absolute Unverträglichkeit gegenüber jodhaltigen Kontrastmitteln und eine schwere Nieren- und Leberinsuffizienz.

Wie läuft eine Digitale Subtraktions-Angiographie ab?

Die DSA wird in der Regel in örtlicher Betäubung durchgeführt. Das Kontrastmittel zur Durchführung der DSA wird intravenös oder intraarteriell verabreicht. Für die Verabreichung bestehen zwei Optionen. Bei der ersten Option erfolgt die Injektion des Kontrastmittels durch einen in die periphere Vene eingeführten Katheter, vorzugsweise im Bereich der Leiste. Die zweite Option bildet die Injektion durch die Einführung eines Katheters in die Aorta oder alternativ in die Arterie des untersuchten Organs.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um:

Gefäßerkrankungen
Herz-Kreislauf-Check
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Radiologie