Diagnostik: invasiv (Innere Medizin)

Was ist die invasive Diagnostik?

Die invasive Diagnostik ist eine Untersuchung zur Erhebung von Befunden aufgrund bestehender Krankheitszeichen durch Eindringen in den Körper – zum Beispiel Magenspiegelung oder Kehlkopfspiegelung.

Was ist die Magenspiegelung?

Die Magenspiegelung ist eine Methode zur visuellen Untersuchung der inneren Oberfläche des Magens mit einem speziellen Gerät – einem Gastroskop. Sie ist eine invasive Diagnostik, mit der die oberen Abschnitte des Magen-Darm-Trakts (Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm) untersucht werden. Das Verfahren wird durch einen dünnen flexiblen Schlauch mit Glasfaser im Inneren durchgeführt.

Die Magenspiegelung ist die führende Methode zur Früherkennung (im präklinischen Stadium des Prozesses) von Magenkrebs. Man führt sie durch, um folgende Erkrankungen zu diagnostizieren:

  • Erkrankungen der Speiseröhre;
  • Magengeschwür und / oder Zwölffingerdarmgeschwür;
  • Magenentzündung (Gastritis);
  • gutartige und bösartige Tumoren;
  • während des Eingriffs ist es möglich, zusätzliche Eingriffe vorzunehmen, um eine Koagulation (Gerinnung) der Blutgefäße vorzunehmen und ein Stück der Schleimhaut zur Untersuchung (Biopsie) zu entnehmen.

Invasive Diagnostik durch Magenspiegelung: die Vorbereitung

Bei der Vorbereitung der Magenspiegelung sollte der Patient vorab zwölf Stunden auf das Essen verzichten. Die Anästhesie wird vor dem Eingriff durchgeführt. Die bequemste Position bei einer Magenspiegelung ist die Position auf der linken Seite. Zunächst pumpt man Luft in die Magenhöhle, um eine gute Sicht zu gewährleisten. Das Einbringen einer übermäßigen Menge Luft in den Magen kann dabei zu schmerzhaften Empfindungen, Aufstoßen und Erbrechen führen.

Welche Kontraindikationen gibt es?

Absolute Kontraindikationen für die Magenspiegelung sind Aortenaneurysma, akute Durchblutungsstörungen des Gehirns und der Herzkranzgefäße, pulmonale Herzkrankheit II bis III, Hämophilie (Bluterkrankheit), Schizophrenie, ausgeprägte Deformität der Wirbelsäule, häufig wiederkehrende Anfälle von Asthma bronchiale sowie akute Gastritis (Magenschleimhautentzündung). In Notfällen (akuter Bauch, gastrointestinale Blutungen) ist die Liste der absoluten Kontraindikationen reduziert.

Invasive Diagnostik: Was ist die Kehlkopfspiegelung?

Die Kehlkopfspiegelung ist eine visuelle Untersuchung des Kehlkopfes. Sie kann sowohl im Rahmen einer Routineuntersuchung als auch zu therapeutischen Zwecken durchgeführt werden. Eine Kehlkopfspiegelung kann verschrieben werden:

  • um die Ursachen für Heiserkeit zu ermitteln;
  • um die Ursache für akute Halsschmerzen zu identifizieren;
  • zur Bestimmung der Ätiologie von Erkrankungen des Rachens und des Ohres;
  • wenn man Schwierigkeiten beim Schlucken hat und das Gefühl vorhanden ist, dass sich Fremdkörper im Kehlkopf befinden;
  • bei Verengung des Kehlkopfes;
  • bei Atemwegserkrankungen.

Die Kehlkopfspiegelung wird mit einem Laryngoskop durchgeführt. Dieses Gerät kann flexibel oder starr sein. Man verwendet es auch zum Entfernen von Fremdkörpern aus dem Kehlkopf sowie bei anderen chirurgischen Eingriffen.

Um Erbrechen zu vermeiden, sollten Patienten vor dem Eingriff auf Essen und Trinken verzichten. Mit der direkten Kehlkopfspiegelung ist es möglich, den Kehlkopf detaillierter und vollständiger zu untersuchen. Dazu muss der Patient seinen Kopf anheben.

Kontraindikationen für die Kehlkopfspiegelung

  • Herzkrankheit
  • häufige Anfälle von Epilepsie
  • Probleme mit der Wirbelsäule, insbesondere mit dem oberen Teil
  • Aortenaneurysma
  • schwere Entzündung der Nase, des Mundes und des Kehlkopfes
  • Schwangerschaft
  • eine Allergie gegen Medikamente, ohne die es unmöglich ist, den Eingriff durchzuführen

 

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