Diabetologie

Was ist Diabetologie?

Die Diabetologie ist eine Zusatz-Weiterbildung für Ärzte und umfasst die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von pathologisch erhöhten Blutzuckerwerten. Diese Stoffwechselstörungen wird als Diabetes mellitus bezeichnet. Zur Diabetologie zählen auch die Erkennung und Behandlung möglicher Komplikationen und Folgeschäden.

Erkenntnisse der Diabetologie

Die Diabetologie entwickelt sich rasant und basiert auf den Errungenschaften der Grundlagenwissenschaften (Biotechnologie, Immunologie) und ist organisch mit den klinischen Disziplinen (Kardiologie, Nephrologie, Neurologie, etc.) verbunden.

Diabetes (Zuckerkrankheit) wird durch Insulinmangel in der Bauchspeicheldrüse und eine verminderte Empfindlichkeit des Gewebes gegenüber diesem Hormon verursacht. Sie tritt auf, wenn die Bauchspeicheldrüse zu wenig oder gar kein Insulin produziert, oder wenn die Bauchspeicheldrüse Insulin liefert, der Körper dieses aber nicht aufnehmen kann.

Welche Typen von Diabetes mellitus gibt es?

  • Typ-1-Diabetes (juveniler Diabetes): Eine Person, die an dieser Art von Diabetes leidet, sollte sich mit Insulin, durch Injektionen oder mit einer Insulinpumpe spritzen. Typ-1-Diabetes mellitus tritt bei fünf bis zehn Prozent der Diabetiker auf. Menschen mit dieser Form von Diabetes benötigen täglich Insulin, um ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Ohne Insulin kann sich schnell eine lebensbedrohliche Erkrankung entwickeln, die ohne eine schnelle und ordnungsgemäße Behandlung zum Tod führen kann. Mit einer täglichen Insulinbehandlung, einer regelmäßigen Überwachung des Blutzuckerspiegels, einer gesunden Ernährung und einer gesunden Lebensweise können Menschen mit Typ-1-Diabetes ein normales und gesundes Leben führen.
  • Typ-2-Diabetes ist eine Stoffwechselstörung, die durch die Unfähigkeit des Körpers verursacht wird, genügend Insulin zu produzieren oder richtig zu verwenden. Der Typ-2-Diabetes mellitus ist die häufigste Form der Erkrankung und betrifft 90 bis 95 % der Diabetiker. Im Gegensatz zu Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen Menschen mit Typ-2-Diabetes nicht jeden Tag Insulin bekommen. Zur Krankheitskontrolle gehören für solche Menschen eine ausgewogene Ernährung, erhöhte körperliche Aktivität, Körpergewichtskontrolle und, falls erforderlich, Medikamente. Es gibt verschiedene Arten von Medikamenten (in Form von Tabletten) sowie injizierbare Behandlungen, einschließlich Insulin, die die notwendige Kontrolle des Blutzuckerspiegels für Menschen mit Typ-2-Diabetes ermöglichen sollen.
  • Gestationsdiabetes entwickelt sich nur während der Schwangerschaft. Wie beim Typ-2-Diabetes ist Gestationsdiabetes eine Stoffwechselstörung, die sich aus der Unfähigkeit des Körpers ergibt, genügend Insulin zu produzieren oder richtig zu verwenden. Normalerweise kehrt der Blutzuckerspiegel nach der Entbindung zum Normalzustand zurück.

Diagnostik in der Diabetologie

Zur Diagnose der Zuckerkrankheit werden eine Reihe von Labortests und andere Methoden angewendet. Ein allgemeiner biochemischer Bluttest und eine allgemeine Urinanalyse werden durchgeführt. Es wird auch empfohlen, einen Ultraschall des Herzens, Nieren sowie eine Ultraschall der Gefäße der unteren Extremitäten durchzuführen.

 

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