Desensibilisierung bei Allergien

Was ist Desensibilisierung bei Allergien?

Antihistamin und DNCG dämpfen lediglich für kurze Zeit das allergische Leid. Ganz anders die Desensibilisierung oder Hyposensibilisierung. Hinter der Desensibilisierung bei Allergien steckt die Idee, dem Körper, dem Immunsystem die fehlerhaften Reaktionen abzugewöhnen.

Die Technik dahinter ist eigentlich ganz einfach: Nachdem erst das Allergen erkannt wurde, bekommt der Patient in regelmäßigen Abständen ein wenig davon verabreicht, grad so viel, dass er nicht darunter leidet. Langsam wird diese Dosis gesteigert, sodass im Lauf der Zeit der Körper seine Toleranz gegenüber dem Allergen heraufsetzt.

Wie läuft eine Desensibilisierung bei Allergien ab?

Anfangs bekommt der geplagte Patient eine Injektion pro Woche. Nach etwa drei Monaten reduziert sich der Takt auf eine Spritze pro Monat. Insgesamt zieht sich das Verfahren über drei Jahre hin. Doch die Ausdauer lohnt fast immer, denn in 80 bis 90 Prozent der Fälle bessert sich der Heuschnupfen wesentlich oder verschwindet.

Alternative zur Spritze

Seit einiger Zeit gibt es zudem einen anderen Weg der Desensibilisierungsbehandlung. Angenehmer und schneller geht es mit Allergenpräparaten, die man nicht spritzt, sondern als Tropfen für einige Minuten unter die Zunge legt.

Anfangs täglich, mit langsam steigender Dosierung. Nach einem Monat braucht man die Tropfen nur noch dreimal pro Woche unter die Zunge zu legen. Innerhalb eines halben Jahres reduzieren sich oft schon die Beschwerden und nach eineinhalb Jahren ist in den meisten Fällen der Heuschnupfen deutlich gemindert.

 

Autor:

Dr. med. Johannes Müller

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Allergologie
Allergien
Innere Medizin
Innere und Allgemeinmedizin