Darmchirurgie: Dickdarmchirurgie

Was ist Dickdarmchirurgie?

Die Dickdarmchirurgie umfasst Operationen am Dickdarm, zum Beispiel bei entzündlichen Darmerkrankungen oder bösartigen Tumoren des Darmes (Darmkrebs). Im Frühstadium ist der Tumor endoskopisch zu entfernen. In Fällen, in denen endoskopische Operationstechniken nicht mehr das erwartete Ergebnis liefern können, wenden sich Ärzte offenen oder laparoskopischen Eingriffen zu – eine minimal-invasive Methode, bei der mithilfe eines optischen Instrumentes Eingriffe innerhalb der Bauchhöhle vorgenommen werden.

Während der Operation entfernt der Arzt den vom Tumor betroffenen Teil des Dickdarms sowie das umgebende Gewebe. Ein wichtiges Element der Operation ist die Entfernung von Lymphknoten, in die der Lymphfluss aus dem Tumorbereich erfolgt. Neben chirurgischen Eingriffen kommen Strahlentherapie und chemotherapeutische Behandlungen zum Einsatz.

Welche Arten der Operationen gibt es?

  • Dickdarmresektion – Verkürzung, teilweise Entfernung eines Darmabschnitts
  • die Hemikolektomie ist eine Resektion einer Dickdarmhälfte. Diese Art der Operation wird hauptsächlich bei einer signifikanten Läsion des Dickdarms (Morbus Crohn, Dickdarmkrebs, große gutartige Formationen usw.) verordnet
  • vollständiges Entfernen des Dickdarms und Erzeugen einer Öffnung an der vorderen Bauchdecke in der Dickdarmwand, die ihn mit der Körperoberfläche verbindet
  • absolute Entfernung des Dickdarms, aber unter Erhaltung des Rektums. Es gibt klare Hinweise für diese Operation: multiple weitverbreitete Polyposis (Auftreten zahlreicher Polypen in einem Hohlorgan), Colitis ulcerosa, Divertikulose (Erkrankung des Dickdarms, bei der sich Ausstülpungen der Darmwand bilden)
  • Entfernung eines Teils des Rektums (das Ende des Sigmas oder Dickdarms entfernt der Chirurg an der Bauchdecke). Der Analkanal ist vernäht
  • Wiederherstellung der Darmkontinuität nach absoluter Entfernung des Dickdarms durch Bildung einer Darmanastomose (operativ angelegte Verbindung zwischen zwei Darmenden) zwischen Ileum (unterer Teil des Dünndarms) und Rektum.

Wovon hängt die ausgewählte Form der Dickdarmchirurgie ab?

Die Art der Dickdarmchirurgie hängt vom Ort des Tumors und seiner Größe ab. Wenn der Tumor klein ist, wird er vollständig entfernt, während die normale Funktion des Darms weiterhin bestehen bleibt. In Abwesenheit von Fernmetastasen (Tochtergeschwülste) führt der Arzt eine radikale Operation durch, bei der er den Tumor zusammen mit dem umgebenden Gewebe und den regionalen Lymphknoten entfernt.

Wenn bereits Metastasen vorliegen, ist die radikale Operation – nicht nur der Tumor selbst, sondern auch umliegendes, gesundes Gewebe wird aus dem Körper geschnitten – höchstwahrscheinlich nicht möglich. In diesem Fall muss man den Tumor jedoch trotzdem entfernen, um die Entwicklung einiger Komplikationen (Tumorblutung, Darmverschluss, entzündliche Prozesse) zu vermeiden.

 

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