Craniosakrale Therapie

Was ist die craniosakrale Therapie?

Die craniosakrale Therapie ist eine Richtung der Osteopathie. Sie zielt darauf ab, die natürliche Beweglichkeit des Kreuzbeins, die Strukturen des Schädels und der intrazerebralen Membranen wiederherzustellen, Durchblutungsstörungen des Gehirns zu beseitigen und eine ungehinderte Bewegung der Gehirnflüssigkeit sicherzustellen.

Das craniosakrale System ist ein funktionell-physiologisches System, das im menschlichen Körper existiert. Es beinhaltet das Gehirn und Rückenmark, die Knochen des Schädels, die komplette Wirbelsäule, das Kreuzbein sowie das gesamte System der zerebralen und spinalen Hirndurchblutung.

Worauf basiert diese Therapieform?

Die craniosakrale Therapie ist eine weiche manuelle Technik, die die Knochen- und Muskelstrukturen der Wirbelsäule und des Schädels beeinflusst. Dadurch wird die Arbeit der inneren Organe und Gelenke positiv beeinflusst, Verspannungen lösen sich und das Einklemmen der Nervenfasern beseitigt.

Die craniosakrale Therapie basiert auf der Erkenntnis, dass der Schädel keine einzelne starre Struktur ist, sondern seine Komponenten sich bewegen und rhythmische mechanische Schwingungen hervorrufen. Dadurch legen sie einen bestimmten Rhythmus für alle inneren Organe fest. Wenn dieser Rhythmus gestört ist, gibt es Fehler in ihrer Funktion.

Die craniosakrale Therapie ist als Hilfsmittel in der psychotherapeutischen Arbeit einsetzbar und soll bei Depressionen, Stress, chronischer Müdigkeit, posttraumatischen Belastungsstörungen, psychosomatischen Störungen usw. wirken. Sie stelle die körperliche und geistige Gesundheit wieder her und erhöhe die Widerstandskraft gegen Krankheiten. Wissenschaftlich ist die craniosakrale Therapie bislang nicht anerkannt.

In welchen Fällen soll die craniosakrale Therapie wirksam sein?

Die craniosakrale Therapie soll bei der Behandlung der folgenden Krankheiten und Störungen im Körper wirksam sein:

  • neurologische Erkrankungen;
  • psychosomatische Störungen;
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates;
  • Muskelschmerzsyndrome;
  • Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes;
  • Wiederherstellung des Gefäßtonus des Gehirns und des Rückenmarks;
  • Verbesserung der Funktion und Aktivität der inneren Organe;
  • Wiederherstellung der Stoffwechselprozesse im Körper;
  • Abbau von totalem Stress;
  • Beseitigung von Kopfschmerzen und Gefäßerkrankungen;
  • Bluthochdruck (Hypertonie), Beschwerden in den Wechseljahren;
  • Schlafstörungen, endokrine Störungen;
  • emotionale Störungen;
  • Osteochondrose.

Die craniosakrale Therapie sei bei der Behandlung von Kindern und Jugendlichen wirksam:

  • bei Hör- oder Sehstörungen;
  • Reisekrankheit beim Transport;
  • die offensichtliche Schwere der Asymmetrie von Körper, Gesicht;
  • Schmerzen im Rücken oder Nacken;
  • Störungen der psychophysischen Entwicklung;
  • Kopfverletzungen;
  • allergische Reaktionen.

Wie wird die Sitzung der craniosakralen Therapie durchgeführt?

Während des Eingriffs liegt der Patient auf einem speziellen Tisch auf dem Rücken. Der Therapeut bestimmt den Zustand des craniosakralen Systems, indem er bestimmte Signalpunkte an den Knöcheln, am Kopf, am Hals und am Rücken abfragt. Nachdem die kritischen Punkte festgestellt wurden, wird die therapeutische Behandlung ausgeführt. Der Therapeut übt dabei Druck auf bestimmte Körperteile aus.

Eine Therapiesitzung dauert etwa eine Stunde. Bei schweren pathologischen Erkrankungen wird die Technik nicht angewendet. Dazu gehören Aneurysma, Krebserkrankungen sowie akute Thrombose und Infektionskrankheiten.

 

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