Brustdiagnostik: Mammographie-Screening

Was ist ein Mammographie-Screening?

Das Mammographie-Screening ist eine nicht-invasive Untersuchung der Brustdrüsen, die für alle Frauen ab dem 40. Lebensjahr sowie bei Vorhandensein von Knoten, Hautveränderungen und Sekreten aus den Brustwarzen in einer oder beiden Brustdrüsen empfohlen ist.

Die Brustdrüse ist in jungen Jahren fast vollständig von dichtem Drüsengewebe besetzt. Aufgrund dessen ist es sehr schwierig, Veränderungen bei einem Mammographie-Screening zu erkennen. Ungefähr im Alter von 40 bis 45 Jahren wird das Drüsengewebe durch Fettgewebe ersetzt, das auf dem Bild transparent aussieht. Jetzt kann der Arzt mithilfe einer Mammographie Veränderungen leicht erkennen.

Die Mammographie ist eine Untersuchung der Brustdrüsen mit einem Mammographen (Röntgengerät). Das Mammographie-Screening der Brustdrüsen ist eine Röntgenaufnahme mit einer geringen Strahlungsdosis.

Welche Erkrankungen lassen sich diagnostizieren?

Ein Mammographie-Screening ist allen Frauen mit chronischen gynäkologischen Erkrankungen zu empfehlen. Das Verfahren zeigt das Vorhandensein von Veränderungen im Gewebe der Brustdrüsen und ermöglicht es, deren Größe, Art und Prävalenz im frühesten Stadium zu bestimmen.

Das Mammographie-Screening hilft bei der Erkennung von:

  • Zysten und zystischen Formationen – mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, die von einer Kapsel umgeben sind;
  • Ansammlungen von Mikroverkalkungen sind die ersten Vorläufer des Tumorprozesses;
  • altersbedingte fibrotische Veränderungen;
  • Fibroadenome (gutartige Geschwülste);
  • einzelne und multiple Tumorformationen.

Wie wird das Mammographie-Screening durchgeführt?

Der Vorgang dauert ungefähr 20 Minuten. Dabei legt Arzt die Brustdrüse der Patientin zwischen zwei Platten, von denen eine die Brustdrüse fixiert, und die zweite das Bild aufzeichnet. Durch die Kompression der Brustdrüse erhält man ein klareres Bild, das die gesamte Struktur des Gewebes widerspiegelt.

Das Bild wird in zwei Projektionen aufgenommen, damit man den Ort des Neoplasmas (neu gebildetes Körpergewebe) genau bestimmen kann, wenn es gefunden wird. Man sollte immer eine Untersuchung beider Brustdrüsen durchführen.

Eine Mammographie sollte nicht eine Woche vor Beginn der Menstruation geplant werden, da in dieser Zeit die Brustdrüsen in der Regel eine erhöhte Empfindlichkeit aufweisen. Es empfiehlt sich, das Mammographie-Screening zu Beginn des Menstruationszyklus durchzuführen.

Welche Kontraindikationen gibt es für das Mammographie-Screening?

Absolute Kontraindikationen für ein Mammographie-Screening sind Schwangerschaft und Stillzeit. Eine relative Kontraindikation ist das Alter von bis zu 35 Jahren, wenn Röntgenstrahlung eine größere Auswirkung auf den Körper hat.

 

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