Brandverletzungen bei Kindern

Wie treten Brandverletzungen bei Kindern auf?

In den meisten Fällen ist die Entwicklung von Brandverletzungen bei Kindern mit Hautkontakt mit kochendem Wasser, Dampf, offenem Feuer und heißen Metallgegenständen verbunden. Am häufigsten verletzen sich kleine Kinder, wenn heiße Flüssigkeit auf ihre Haut gelangt. Thermische Brandverletzungen werden häufig durch Hautveränderungen verursacht. Es können jedoch auch Brandverletzungen der Augen, der Atemwege und der Verdauungsorgane auftreten.

Brandverletzungen bei Kindern durch andere Faktoren

Brandverletzungen können nicht nur durch Wärmeenergie ausgelöst werden, sondern auch durch Elektrizität, ionisierende Strahlung und Chemikalien. Verätzungen sind bei Kindern sehr selten: Meistens treten sie auf, wenn Chemikalien an für Kinder zugänglichen Orten unsachgemäß gelagert sind.

Die Ursachen für elektrische Brandverletzungen bei Kindern können Funktionsstörungen von Elektrogeräten, deren unsachgemäße Lagerung und Bedienung im Haus sein. Brandverletzungen durch Strahlung treten bei Kindern auf, wenn sie längere Zeit direktem Sonnenlicht ausgesetzt sind ohne Lichtschutzfaktor.

Einteilung der Schwere von Brandverletzungen

Abhängig vom Grad der Gewebeschädigung werden thermische Brandverletzungen bei Kindern in vier Grade unterteilt:

  • Grad I wird durch eine oberflächliche Schädigung der Haut verursacht, die auf eine kurze oder schwache Exposition gegenüber thermischen Faktoren zurückzuführen ist. Mit solchen Verletzungen zeigt das Kind das Auftreten von lokalen Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und einem brennenden Gefühl im Bereich der Schäden.
  • Grad II oder oberflächliche Hautverbrennungen sind durch Blasenbildung und vollständige Nekrose (Gewebetod) der Epidermis gekennzeichnet, unter der sich eine klare Flüssigkeit ansammelt. Schwellungen, Schmerzen und Hautrötungen sind in diesem Fall stärker ausgeprägt.
  • Brandverletzungen des Grades III sind durch die Bildung einer trockenen oder feuchten Nekrose gekennzeichnet. Mit solchen Schäden dauert der Heilungsprozess ungefähr zwei Monate.
  • Brandverletzungen des IV-Grades: Bei einem solchen Schädigungsgrad ist der Verbrennungsprozess bei Kindern durch einen langsamen Verlauf gekennzeichnet und geht häufig mit der Bildung von Eiterungsprozessen wie Abszessen einher. Bei solchen Verletzungen ist die Wahrscheinlichkeit einer Schädigung der inneren Organe hoch, die zum Tod des Kindes führen kann.

Erste Hilfe der Eltern zählt

Bei der Ersten Hilfe für ein Kind zielen die Maßnahmen darauf ab, die Exposition gegenüber einem schädlichen Faktor zu beenden. Hier müssen die anwesenden Erwachsenen schnell handeln. Sie befreien den betroffenen Hautbereich von der Kleidung und kühlen die Stelle. Wenn es sich um eine Verbrennung mit kochendem Wasser handelt, müssen sie die in heißer Flüssigkeit getränkte Kleidung so bald wie möglich entfernen (abschneiden).

Bei der Aufnahme in eine medizinische Einrichtung nehmen Ärzte eine Erstbehandlung der Verbrennungsoberfläche vor. Sie leiten unter Umständen auch Maßnahmen gegen einen Schock ein (z. B. Durchführung einer Antibiotikatherapie und einer Sauerstoff-Therapie).

Die lokale Behandlung von Brandverletzungen bei Kindern kann geschlossen oder offen durchgeführt werden. Im ersten Fall wird die Brandwunde mit einem aseptischen Verband unter Verwendung von antiseptischen Salben und Enzympräparaten verschlossen. Eine offene Methode zur Behandlung von Verbrennungen beruht auf der Ablehnung des Anlegens von Verbänden und der Behandlung des Patienten unter Bedingungen einer strengen Asepsis (Verhinderung des Eindringens von Mikroorganismen in die Wunde).

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Brandverletzungen: Schwerbrandverletzte
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Innere Medizin
Kinderheilkunde / Kinder- und Jugendmedizin