Blutungen: Diagnostik

Was ist eine innere Blutung?

Die innere Blutung ist ein Blutverlust, dessen charakteristisches Merkmal darin besteht, dass Blut nicht nach außen fließt, sondern in eine der Körperhöhlen (Darm, Magen, Gebärmutter, Bauchhöhle usw.) oder in interstitielle (in den Zwischenräumen liegend) Lumen. Dies ist eine gefährliche Pathologie, die zu einer ernsthaften Bedrohung für den Patienten werden kann. Zumal eine innere Blutung mitunter schwer zu erkennen ist.

Die Bestimmung von inneren Blutungen ist viel schwieriger als die von äußeren Blutungen. Um eine innere Blutungen zu erkennen, setzt man zum Beispiel die Computertomographie (CT) ein; zur Erkennung von Magenblutungen auch eine Magenspiegelung. Magenblutungen können bei vielen Krankheiten auftreten. Beispielsweise bei Geschwüren, Tumoren, Polypen und manchmal auch bei Schäden an nahe gelegenen Organen wie Leber, Bauchspeicheldrüse und Milz.

Wie manifestiert sich eine innere Blutung?

Viele Anzeichen innerer Blutungen sind besonders im Frühstadium äußerst mild. Dies erschwert nicht nur die Diagnose, sondern führt auch dazu, dass Patienten zu einem späten Zeitpunkt zum Arzt gehen, wenn die Behandlung der Krankheit bereits recht schwierig ist.

Innere Blutungen können sowohl mit Verletzungen als auch mit Krankheiten verbunden sein, sodass die Symptome einige Unterschiede aufweisen können. Bei starken inneren Blutungen kommen eine scharfe Blässe, kalte Extremitäten, Durst, klebriger Schweiß, Schläfrigkeit, Schwindel, schlechter Gesundheitszustand, vermindertes Sehvermögen (Schleiergefühl vor den Augen) und Luftmangel hinzu. Bei starkem Blutverlust fällt der Druck stark ab und es kann zum Tod kommen.

Welche Methoden der Diagnostik gibt es?

Die Wahl der Untersuchungsmethoden hängt von der mutmaßlichen Ursache der Blutung sowie von der Schwere der Situation ab:

  • Magen-Darm-Blutungen: Zur Diagnose werden Magenspiegelung (Untersuchung der Organe des Magen-Darm-Trakts mit einem Spezialwerkzeug, das man den Mund einführt), Ösophagogastroduodenoskopie (das Gerät wird durch den Mund oder die Nase in die Speiseröhre eingeführt) und Koloskopie (Sigmoido-Koloskopie) durchgeführt.
  • Intraperitoneale Blutungen: Die Diagnose erfolgt durch einen Chirurgen. Eine Bauchpunktion und Laparoskopie (Bauchspiegelung) sind angezeigt.
  • Gynäkologische Blutungen: Zur Feststellung einer Diagnose wird eine Ultraschalluntersuchung des Beckens eingesetzt.
  • Lungenblutungen: Der Chirurg ist in der Diagnostik tätig, die Differenzierung der Diagnostik erfolgt mittels Thoraxröntgen und Pleurapunktion (Entnahme von Flüssigkeit aus der Pleurahöhle).
  • Intraartikuläre Blutungen: Zur Klärung der Diagnose führt man eine Röntgenuntersuchung und eine Gelenkpunktion (Entfernen von überschüssiger Flüssigkeit aus der Gelenkhöhle) durch.

 

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