Bluttransfusion

Was ist eine Bluttransfusion?

Eine Bluttransfusion ist die Übertragung von Blut oder Blutbestandteilen durch eine vom Arzt in ein Blutgefäß des Armes gelegte Nadel. Der Patient verbringt mehrere Stunden in der medizinischen Einrichtung. Hier beobachten ihn Mediziner auf eventuell mögliche Unverträglichkeitsreaktionen und behandeln ihn ggf. sofort. Eine Person, die eine Bluttransfusion erhält, wird Empfänger genannt.

Was sind Indikationen für eine Blutübertragung?

Die häufigste Indikation für eine Transfusion ist Blutverlust. Als akuter Zustand gilt der Verlust von mehr als 30 % des Blutvolumens eines Patienten innerhalb weniger Stunden. Zu den absoluten Indikationen für eine Bluttransfusion zählen außerdem ein Schockzustand, anhaltende Blutungen, schwere Anämie (niedrige Anzahl roter Blutkörperchen) und umfassende chirurgische Eingriffe. Häufige Indikationen für die Transfusion von Blutbestandteilen sind hämatologische Erkrankungen, eitrig-septische Erkrankungen, schwere Toxizität, akute Vergiftung.

Wer braucht Transfusionen?

  • Menschen, die einen schweren Unfall erlitten, schwere Verletzungen und Verbrennungen und dadurch viel Blut verloren haben
  • Patienten, die eine Vielzahl von Operationen benötigen, einschließlich Organtransplantationen, Herz- und Gefäßoperationen
  • einige Neugeborene
  • Patienten mit Blutkrankheiten (Leukämie, einige Erbkrankheiten)
  • Krebspatienten bei Chemotherapie

Wie wird die Bluttransfusion durchgeführt?

Vor der Bluttransfusion überprüft der Arzt den Empfänger auf Kontraindikationen. Die Blutgruppe und der Rh-Faktor sollten erneut getestet werden. Das Spenderblut wird auf individuelle Verträglichkeit untersucht. Danach wird ein biologischer Test durchgeführt: 25-30 ml Spenderblut werden in den Patienten injiziert und der Zustand des Patienten wird überwacht. Fühlt sich der Patient wohl, gilt das Blut als verträglich und die Bluttransfusion wird mit einer Geschwindigkeit von 40-60 Tropfen pro Minute durchgeführt.

Komplikationen sind gravierend. Sie können nach der Transfusion von unverträglichem Blut auftreten, fast alle Körpersysteme führen zu einer Fehlfunktion. Zum Beispiel Nieren- und Leberfunktionsstörungen, Störungen in Stoffwechselvorgänge, der Aktivität des Magen-Darm-Trakts, des Herz-Kreislauf- und Zentralnervensystems, der Atmung.

Was sind Gegenanzeigen?

Bei absoluten Indikationen für eine Bluttransfusion wird der Eingriff häufig trotz Kontraindikationen durchgeführt, gleichzeitig werden aber präventive Maßnahmen getroffen, um beispielsweise eine allergische Reaktion zu verhindern. Manchmal wird bei chirurgischen Eingriffen das zuvor vom Patienten aufbereitete Eigenblut verwendet.

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