Blutfett-Bestimmung

Was ist die Blutfett-Bestimmung?

Die Blutfett-Bestimmung ist eine umfassende Untersuchung, die den Fettgehalt verschiedener Blutfraktionen bestimmt. Diese Untersuchung ermöglicht die Erkennung einer Verletzung des Fettstoffwechsels und die Beurteilung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Analyse ist erforderlich, um Patienten mit koronarer Herzkrankheit, Diabetes, Bluthochdruck und Nierenerkrankungen zu behandeln. Patienten, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall überlebt haben, sollten mindestens einmal jährlich eine Blutfett-Bestimmung machen lassen.

Wie kann man sich auf die Untersuchung vorbereiten?

Vor der Untersuchung ist es nicht erforderlich, sich an eine spezielle Diät zu halten. Stattdessen sollte man sich an seine übliche Lebensweise halten und wie gewohnt essen. Die Mahlzeiten sollten dabei so sein, wie sie in der Zeit nach der Analyse sind. Die Blutfett-Bestimmung ist bei Vorliegen einer Krankheit oder eines Unwohlseins nicht durchführbar.

Aus einer Vene wird auf leeren Magen Blut entnommen. Die letzte Mahlzeit sollte mindestens zehn Stunden vor dem Blutentnahmeverfahren liegen. Rauchen und Alkohol sind vor der Untersuchung verboten.

Wofür wird die Blutfett-Bestimmung eingesetzt?

  • Einschätzung des Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • sie dient der dynamischen Überwachung von Patienten mit ischämischer Herzkrankheit, Bluthochdruck, Atherosklerose des Herzens und der Blutgefäße, Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus
  • zur Untersuchung von Patienten mit familiärer Hypercholesterinämie und hohem Risiko für Myokardinfarkt oder Schlaganfall
  • zur Kontrolle der lipidsenkenden Therapie und Ernährung

Welche Substanzen des Bluts kann diese Methode bestimmen?

Störungen des Fettstoffwechsels spielen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von vaskulärer Atherosklerose und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Ein hoher Cholesterinspiegel im Blut (Hypercholesterinämie) und lokale entzündliche Veränderungen in der Gefäßwand erhöhen das Risiko einer Verdickung und Verhärtung der Arterienwand mit anschließenden Verletzungen der lokalen Durchblutung.

Die Blutfett-Bestimmung ermöglicht es, die Atherogenität (Tendenz zur Entwicklung von Atherosklerose) des Blutplasmas auch bei normalen Spiegeln des Gesamtcholesterins zu bestimmen. Bei der Untersuchung des Lipidprofils werden Indikatoren wie Triglyceride, Gesamtcholesterin (Cholesterin), Lipide mit hoher, niedriger und sehr niedriger Dichte verwendet.

  • Cholesterin ist eine wichtige organische Substanz. Es wird hauptsächlich von der Leber (endogenes Cholesterin) synthetisiert und gelangt teilweise auch über die Nahrung (exogenes Cholesterin) in den Körper. Cholesterin bildet die Zellmembranen aller Organe und Gewebe des Körpers, ist ein Vorläufer von Steroidhormonen, die für die volle Entwicklung, das Wachstum und die Pubertät erforderlich sind. Zudem beteiligt es sich an der Synthese von Gallensäuren, die die Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm ermöglichen. Im Blut zirkuliert Cholesterin in Kombination mit Lipoproteinen.
  • Triglyceride sind eine Verbindung aus Fettsäureestern und Glycerin und sind die Hauptenergiequelle für den Körper. Die überwiegende Menge an Triglyceriden befindet sich im Fettgewebe und es wird nur ein geringer Anteil im Blut bestimmt. Sie stammen aus der Nahrung oder werden in der Leber resynthetisiert. Erhöhte Triglyceridspiegel im Blut sind auch mit dem Risiko verbunden, Atherosklerose, koronare Herzkrankheiten und zerebrovaskuläre Erkrankungen zu entwickeln.

 

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