Blutdruck

Was ist Blutdruck?

Blutdruck ist der Druck, der auf die Wände der arteriellen Gefäße durch das in ihnen fließende Blut ausgeübt wird. Der Blutdruck hängt vom Rhythmus und der Kontraktionskraft des Herzens, von der Blutmenge und vor allem vom Widerstand ab, den Arterien, Arteriolen und Kapillaren dem Blutfluss entgegensetzen.

Die Regulationsmechanismen des Blutdrucks

Die Regulation des Blutdrucks hängt von der Aktivität der im Hirngewebe angeordneten vasomotorischen Zentren und von zahlreichen im Körper vorhandenen hormonellen und nicht-hormonellen Substanzen ab. Substanzen, die den Blutdruck regulieren, sind vor allem Renin und Angiotensin.

Wenn der Blutdruck aus irgendeinem Grund sinkt, wird das Renin in der Niere sofort freigesetzt und durch die Wirkung auf das Angiotensiogen in Angiotensin umgewandelt. Dies hat eine sofortige und energische gefäßverengende Wirkung und bewirkt daher einen Anstieg des Blutdrucks. Eine zweite Wirkung von Angiotensin besteht darin, die Produktion von Aldosteron in der Nebenniere zu erhöhen. Dieses Hormon erhöht die Blutmasse, indem es Natrium zurückhält und somit Wasser zurückruft. Es trägt somit zum Anstieg des Blutdrucks bei.

Katecholamine, Adrenalin und Noradrenalin, Kortikosteroide und Schilddrüsenhormone (T3 und T4) wirken ebenfalls auf den Blutdruck und haben eine blutdrucksenkende Wirkung.

Blutdruckwerte und -messung

Der Blutdruck ist im Allgemeinen durch zwei numerische Indizes definiert, von denen der erste, der dem maximalen (oder systolischen) Druck entspricht, den maximalen Druck ausdrückt, der in den Arterien während der Systole gemessen werden kann. Während der zweite, der dem minimalen (oder diastolischen) Druck entspricht, den minimalen Druck ausdrückt, der während der Diastole besteht.

Die gebräuchlichste Methode der Blutdruckmessung verwendet ein Instrument namens Sphygmomanometer. Die Messung wird in Millimeter Quecksilber (mmHg) ausgedrückt. Der Blutdruck ist im Laufe des Tages bei ein und derselben Person zahlreichen Schwankungen unterworfen, was zu niedrigeren Werten im Schlaf und in den frühen Morgenstunden führt.

Darüber hinaus gibt es Schwankungen, die von der körperlichen Aktivität, der Temperatur, der psychischen Spannung, dem Alter und dem Geschlecht abhängen. Männer haben im Allgemeinen einen etwas höheren Blutdruck als gleichaltrige Frauen. Epidemiologische Untersuchungen haben nun mit Sicherheit dokumentiert, dass es einen sehr engen Zusammenhang zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Blutdruckwerten gibt.

Welche Blutdruck-Grenzwerte gibt es?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat folgende Blutdruckwerte als Grenzwerte der Normalität festgelegt: Ein Erwachsener zwischen 20 und 60 Jahren gilt als normal, wenn sein Wert unter 140/90 liegt und als hypertensiv, wenn der Wert über 160/99 liegt. Bei einem Anstieg des Blutdrucks spricht man von Hypertonie, während die Senkung ein Krankheitsbild der Hypotonie ist. Zusätzlich zum Blutdruck gibt es den venösen Druck, der das Herz füllt.

 

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