Blasensucht

Was ist Blasensucht?

Blasensucht (auch: Pemphigus vulgaris) ist eine seltene, manchmal tödlich verlaufende Autoimmunerkrankung. Sie ist durch die Bildung von Blasen auf der Haut und den Schleimhäuten gekennzeichnet. Später platzen die Blasen und auf der Haut ist eine Erosion in hell rosa Farbe sichtbar. In der Regel diagnostizieren Ärzte die Krankheit bei Patienten im Alter von 30 bis 60 Jahren. Die Krankheit wird durch Autoimmunschäden an den Strukturen der Epidermisoberflächen von Zellen verursacht, die den Kontakt zwischen Zellen aufrechterhalten.

Was sind Anzeichen von Pemphigus vulgaris?

Bei den meisten Patienten treten die ersten Symptome, die sich in blasigen Hautausschlägen äußern, in der Mundhöhle auf. Sie beeinträchtigen die Haut nur mit der Zeit. Allmählich bilden sich Blasen und Geschwüre, die zu einer Schädigung der gesamten Mundschleimhaut führen. Ein ähnlicher Prozess findet auf der Haut statt: Zuerst bilden sich Blasen auf der normalen Haut, dann öffnen sie sich und lassen Geschwüre mit Krusten zurück. Andere charakteristische Symptome von Blasensucht sind:

  • starkes Schwächegefühl;
  • erhöhte Schläfrigkeit;
  • Verschlechterung oder völliger Appetitverlust;
  • Verlust von Körpergewicht auch bei kalorienreichen Lebensmitteln.

Was sind Prinzipien in der Behandlung der Blasensucht?

Zur Diagnose wird eine Biopsie der Blase durchgeführt. Die Ernennung von histologischen und immunologischen Analysen ist möglich.

Eine hypoallergene Diät und der Ausschluss von rohen Lebensmitteln, Konserven, einfachen Kohlenhydraten (Zucker) und gesalzenen Lebensmitteln sind für Patienten mit jeder Form von Blasensucht angezeigt. Wenn die Mundhöhle betroffen ist, ist die Zufuhr pürierter Speisen (Suppen, Haferbrei, klein zerlegtes weiches Essen) notwendig, um eine vollständige Zurückweisung von Nahrungsmitteln zu verhindern. Proteinreiche Nahrungsmittel, die in der Nahrung enthalten sind, beschleunigen den Prozess der Zellregeneration und der Epithelisierung der offenen Erosion.

Der Arzt verordnet die Gabe von Glukokortikosteroiden. Das sind synthetische Hormonersatz-Medikamente, die entzündungshemmend und antitoxisch wirken. Damit die Krankheit nicht fortschreitet, muss der Patient das Medikament manchmal mehrere Monate oder sogar Jahre einnehmen.

Es können Immunsuppressiva sowie Plasmapherese eingesetzt werden – ein Verfahren, bei dem Antikörper aus dem Blut herausgefiltert werden.

 

 

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