Blasenekstrophie

Was ist eine Blasenekstrophie?

Blasenekstrophie ist ein seltener Geburtsfehler, bei dem die Vorderwand der Blase fehlt und die obere Wand der Harnröhre gespalten ist. Zusätzlich gibt es eine Anomalie in der Struktur der Beckenknochen. Eine Blasenekstrophie erhöht das Risiko, einen bösartigen Tumor in der Blase (Blasenkarzinom) zu entwickeln.

Was sind Ursachen für eine Blasenekstrophie?

Die genauen Ursachen für das Auftreten der Erkrankung können nicht genannt werden. Es gibt Hinweise darauf, dass eine Kombination von umweltbedingten und genetisch bedingten negativen Faktoren das Risiko einer Blasenekstrophie erhöht.

Es gibt zusätzliche Faktoren, die das Erkrankungsrisiko ungünstig beeinflussen. Dazu gehören:

  • Familiengeschichte: Ein hohes Risiko ist für Kinder charakteristisch, deren Eltern ebenfalls unter einer solchen Krankheit leiden. Gleiches gilt für Säuglinge, deren ältere Brüder oder Schwestern mit einer solchen Pathologie geboren worden sind.
  • Geschlecht: Mit einer Blasenekstrophie werden mehr Jungen als Mädchen geboren.

Wie behandeln Ärzte die Pathologie der Blase?

Mediziner nehmen einen operativen Eingriff vor. Der Zweck dieser chirurgischen Behandlung ist:

  • Rekonstruktion der äußeren Genitalien;
  • Wiederherstellung der Blasenkapazität;
  • Kontrolle über das Wasserlassen und das Zurückhalten des Urins;
  • Erhaltung der Nierenfunktion.

Die Operation wird durchgeführt, wenn der Säugling zwischen drei und sechs Monaten alt ist und mehr als fünf Kilogramm wiegt. Während der Operation bilden Chirurgen eine Blase, die ihren Defekt verschließt. Bei Mädchen ist gleichzeitig die Bildung der Harnröhre, der Klitoris und der physiologischen Korrektur der Genitalien möglich.

Die Phalloplastik (die plastische Harnröhrenoperation) und die Wiederherstellung der normalen Anatomie der Geschlechtsorgane nehmen Chirurgen üblicherweise im zweiten Stadium im Alter von ein bis fünf Jahren vor.

Die dritte Stufe ist die plastische Chirurgie des Blasenhalses. Dieses Stadium führen Mediziner durch, wenn das Kind in der Lage ist, das Problem der Harninkontinenz zu erkennen. Dies ist normalerweise ab einem Alter von fünf bis sechs Jahren möglich. In den meisten Fällen können Kinder nach der Operation selbstständig den Urin halten. Manchmal ist jedoch eine Katheterisierung erforderlich, um den Urin abzuleiten.

 

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