Beschneidung

Was ist eine Beschneidung?

Die Beschneidung ist ein operativer Eingriff, der das Entfernen der Penis-Vorhaut (Zirkumzision) bedeutet. Dabei ist die Beschneidung nicht nur eine Operation, um Defekte der Vorhaut zu beseitigen. Die Wirksamkeit der Beschneidung äußert sich in Folgendem:

  • das Risiko, ansteckende und entzündliche Erkrankungen der Beckenorgane und Peniskrebs zu entwickeln, ist verringert;
  • die Dauer des Geschlechtsaktes nimmt zu (die Qualität des intimen Lebens verbessert sich);
  • Hygiene der äußeren Genitalien wird vereinfacht.

Wann wird eine Zirkumzision durchgeführt?

In der Regel wird dieses Verfahren aus mehreren Gründen vorgeschrieben:

  • religiöse und kulturelle Traditionen;
  • medizinische Indikationen;
  • hygienische und ästhetische Vorlieben von Männern.

Zu den medizinischen und hygienischen Indikationen der Beschneidung gehören:

  • chronische Balanoposthitis (häufig wiederkehrende Entzündung der Vorhaut);
  • Paraphimose (Verletzung der Eichel);
  • schwere Phimose (Vorhautverengung) bei Männern und Jungen, die älter als drei bis fünf Jahre sind (unvollständige Öffnung des Peniskopfes aufgrund der Vorhaut kann zu chronischen entzündlichen Infektionen oder Schwierigkeiten beim Wasserlassen führen);
  • vorzeitige Ejakulation;
  • häufige Verletzungen der Vorhaut;
  • Entzündung des Peniskopfes, die zu Problemen beim Wasserlassen führt;
  • Synechie der Vorhaut (Verschmelzung der Innenseite der Vorhaut mit der Eichel).

Wie wird die Beschneidung durchgeführt?

Die Operation kann sowohl unter Vollnarkose als auch örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Während der Zirkumzision wird die Vorhaut entfernt, wobei die inneren und äußeren Lagen in Einzelstichen genäht werden. Die Operationsdauer beträgt 30 bis 60 Minuten. Nach der Operation legt man im Bereich des chirurgischen Einschnitts einen Verband um den Peniskopf an. Der Patient wird drei bis sechs Stunden lang im Krankenhaus beobachtet und bei einem normalen postoperativen Verlauf zur ambulanten Behandlung entlassen. Die Nähte werden nach sieben Tagen entfernt.

Nach der Beschneidung sind körperliche Anstrengungen strengstens untersagt. Diese Einschränkung besteht je nach Heilungsverlauf für bis zu sieben Tage. Sexuelle Kontakte sind erst einen Monat nach der Operation wieder möglich.

Was sind Gegenanzeigen für eine Beschneidung?

Gegenanzeigen für die Beschneidung sind: akute Balanoposthitis (Eichelentzündung), Krebs, Blutgerinnungsstörung. In solchen Fällen muss man einen Arzt konsultieren, um eine alternative Möglichkeit zur Beseitigung der Pathologie zu finden.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Urologie