Berylliose

Was ist Berylliose?

Berylliose ist eine spezifische entzündliche Erkrankung des Lungengewebes, die als Folge von Industriestaub auftritt. Dieser enthält Berylliumpartikel, die in die Lunge gelangen. Berylliose bezeichnet daher eine Berufskrankheit. Sie entsteht durch das Eindringen von Beryllium-Partikeln in die Lunge mit eingeatmetem Dampf oder Staub bei längerem Kontakt mit diesem Metall oder für längere Zeit in dem Produktionsraum, in dem es verarbeitet wird.

Wer erkrankt besonders häufig an Berylliose?

Nicht jeder, der mit diesem Metall in Kontakt kommt, erkrankt an Berylliose, sondern nur diejenigen, die eine erhöhte Empfindlichkeit dafür haben. Die Risikogruppe für Berylliumkrankheiten umfasst Arbeitnehmer in den folgenden Branchen:

  • Metallurgie (Gewinnung von Metallerzen);
  • Bergbau von Beryllium;
  • Elektronikfertigung;
  • Atomwaffen;
  • Luftfahrt;
  • Recycling von Elektronik;
  • Automobilindustrie;
  • Kosmetikindustrie.

Wie manifestiert sich die Krankheit?

Anzeichen der Berylliose treten in der Regel allmählich auf. Das erste Symptom ist normalerweise ein Patient, der über allgemeine Schwäche und Müdigkeit klagt. Kurz nach den ersten Manifestationen tritt Atemnot auf (am Anfang nur beim Laufen und Gehen und nach einer Weile auch in Ruhe). Zusammen mit Atemnot entwickelt der Patient einen trockenen Husten, der in einigen Fällen von Schmerzen im Brustbereich begleitet wird.

Sehr oft beginnen Patienten mit Berylliose, Körpergewicht zu verlieren. Fiebersymptome treten in der Regel nur bei raschem Fortschreiten der Erkrankung und bei Auftreten von Komplikationen auf. Im normalen Verlauf der Berylliose ist nur ein geringer Temperaturanstieg möglich. Bei Patienten ist auch eine Deformation der Nägel, Finger und Zehen möglich. Bei schwerer Erkrankung kann es zu akuter Atem- und Herzschwäche (Herzinsuffizienz) sowie zum Tod kommen.

Welche Behandlungsmaßnahmen führen Ärzte durch?

Bei der Behandlung dieser Krankheit setzen Ärzte Glucokortikosteroide ein, die die Schwere der Krankheitssymptome verringern und die Sauerstoffversorgung verbessern. Gegen die chronische Form der Erkrankung verordnen Mediziner eine lebenslange Gabe von Glucokortikosteroid-Arzneimitteln. Bei schwerem Atemstillstand kann eine mechanische Beatmung erforderlich sein. In der Rehabilitationsphase erhalten Patienten eine Sauerstoff-Therapie.

 

 

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