Berufskrankheiten

Was sind Berufskrankheiten?

Berufskrankheiten sind Krankheiten, die ausschließlich mit bestimmten beruflichen Gefahren verbunden sind. Sie treten bei der Arbeit mit diesen Gefahren um ein Vielfaches häufiger auf als unter anderen Bedingungen.

Ätiologische Systematik von Berufskrankheiten

Mediziner konnten sieben Gruppen identifizieren:

  1. Krankheiten, die durch die Exposition gegenüber chemischen Faktoren verursacht werden (akute und chronische Vergiftungen sowie deren Folgen, die bei einer isolierten oder kombinierten Störung verschiedener Organe und Systeme auftreten);
  2. Erkrankungen, die durch Staubexposition verursacht werden (Atemwegserkrankungen, wie z. B. Pneumokoniose);
  3. Berufskrankheiten, die durch die Exposition gegenüber physikalischen Faktoren verursacht werden (z. B. aufgrund längerer Einwirkung von Erschütterungen/Vibrationen);
  4. Krankheiten durch Überlastung: Erkrankungen der peripheren Nerven und Muskeln – Neuritis (Nervenentzündung);
  5. Erkrankungen infolge ungünstiger biologischer Faktoren: infektiös und parasitär – z. B. Tuberkulose;
  6. berufsbedingte allergische Erkrankungen, wie Bindehautentzündung, Erkrankungen der oberen Atemwege, Asthma, Dermatitis, Ekzeme (Hauerkrankungen);
  7. onkologische Erkrankungen (Krebs) der Haut, Leber oder der oberen Atemwege.

Welche Arten berufsbedingter Erkrankungen gibt es?

Mediziner unterscheiden akute und chronische Berufskrankheiten:

  • Akute Berufskrankheiten (Vergiftungen) treten plötzlich – innerhalb von nicht mehr als einem Arbeitstag – auf. Der Betroffene ist relativ hohen Konzentrationen von Chemikalien sowie anderer schädlicher Faktoren in seinem Arbeitsbereich ausgesetzt.
  • Chronische Berufskrankheiten treten auf, wenn der Körper über einen längeren Zeitraum systematisch schädlichen Faktoren ausgesetzt ist. Sie führen zu einer vorübergehenden oder dauerhaften Behinderung.

Behandlung von Berufskrankheiten

Die Behandlung berufsbedingter Erkrankungen umfasst die Behandlung von Symptomen der Hauptkrankheiten. Bei der Therapie ist häufig der rechtzeitige Ortswechsel der kranken Person an einen anderen Arbeitsplatz von entscheidender Bedeutung. Er darf nicht mit den Auswirkungen der Berufsrisiken zusammenhängen, die die Krankheit verursacht haben.

Bei der Vorbeugung jender Erkrankungen liegt die Hauptrolle in der hygienischen Regulierung von Berufsgefahren sowie in vorläufigen (bei Zulassung zur Arbeit) und regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen von ausgesetzten Personen.

 

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