Benigne Intrakranielle Hypertension

Was ist eine benigne intrakranielle Hypertension?

Die benigne intrakranielle Hypertension ist eine Krankheit mit unklarer Ätiologie. Hiervon sind hauptsächlich Frauen im gebärfähigen Alter betroffen, die übergewichtig sind. Die benigne intrakranielle Hypertension ist durch einen deutlichen Anstieg des Hirndrucks ohne strukturelle Veränderungen gekennzeichnet und kann zu einem Druckanstieg im Schädel führen. Ein erhöhter Hirndruck wiederum kann zu einer Schwellung des Sehnervs führen, die zur Erblindung führt.

Was sind klinische Anzeichen der benignen intrakraniellen Hypertension?

Patienten mit einem intrakraniellen Hochdruck zeigen normalerweise die folgenden Symptome:

  • Kopfschmerzen (normalerweise unspezifisch, mit unterschiedlicher Art, Lokalisation und Häufigkeit der Manifestation);
  • Sehbehinderung (das Gesichtsfeld leidet normalerweise, aber selten kommt es zu einem Verlust der Sehschärfe);
  • Diplopie („doppeltes Sehen“; normalerweise horizontal aufgrund einer Lähmung des sechsten Paares von Hirnnerven, aber selten vertikal);
  • Klingeln in den Ohren;
  • vorübergehende Sehbehinderung, normalerweise beim Bewegen in eine horizontale Position;
  • fortschreitender Verlust des peripheren Sehens in einem oder beiden Augen (was mit einer Schädigung der Nervenfasern und einer Zunahme der blinden Flecken verbunden ist);
  • unspezifische Symptome, wie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen;
  • Episoden von Blindheit in einem oder beiden Augen, die einige Sekunden dauern;
  • Schmerzen im Nacken, Schultern oder Rücken.

Wie behandeln Ärzte einen intrakraniellen Hochdruck?

Die Erstbehandlung hängt von den möglichen Ursachen der Krankheit (schwere Fettleibigkeit, Verwendung bestimmter Medikamente, Verengung der Gehirnvenen) und der Schwere der Symptome ab.

Die konservative (nicht-chirurgische) Behandlung umfasst beispielsweise eine aggressive Gewichtskorrektur und die Verwendung von Arzneimitteln, die die Produktion von Gehirnflüssigkeit (Cerebrospinalflüssigkeit) reduzieren.

Bei Patienten mit sehr schneller Krankheitsentwicklung und Sehbehinderung ist eine Operation erforderlich. Bei Patienten, deren Hauptproblem eine Sehbehinderung mit minimalen Kopfschmerzen oder fehlenden Kopfschmerzen ist, wird eine Dekompression der Sehnerven durchgeführt.

 

 

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