Belastungsreaktionen

Was sind Belastungsreaktionen?

Belastungsreaktionen umfassen physische oder psychische Reaktionen auf eine Stresssituation. Belastungsreaktionen treten unmittelbar während oder unmittelbar nach einer Stresssituation auf, können sich jedoch auch verzögern (bis zu vier Wochen). Dieser Zustand ist eine normale Reaktion auf ein ungewöhnlich schweres Stressereignis, wie den Tod eines geliebten Menschen, körperliche Misshandlung oder Naturkatastrophen.

Wie äußern sich Belastungsreaktionen?

Verwirrung, Euphorie oder Wut sind möglich. Patienten können über Herzklopfen und einen Anstieg des Blutdrucks klagen. Die Symptome können sich ohne ärztliche Hilfe von selbst ändern und verschwinden.

Bei manchen Menschen können sich Anzeichen deutlich bemerkbar machen, bei anderen sind sie verborgen. Eine Person kann Schlafstörungen oder Depressionen entwickeln. In vielen Fällen gehen Belastungsreaktionen jedoch in eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder Posttraumatische Belastungsreaktion (PTBR) über. Der Schweregrad steigt, wenn eine Person in einer stressigen Situation weiterhin bleibt, oder erneut einen Stress erlebt, was eine neue Reaktion hervorruft.

Eine Posttraumatische Belastungsstörung ist eine langwierige oder verzögerte Reaktion auf Stress. Typische Merkmale sind: depressiver Zustand, Reizbarkeit, Aggressivität, Entfremdung, Angstanfälle und manchmal Alkohol– oder Drogenabhängigkeit. Sie kann mehrere Jahre andauern.

Was sind Anpassungsstörungen?

Anpassungsstörungen treten bei signifikanten Lebensveränderungen auf und können sich als kurzfristige oder anhaltende depressive oder angstdepressive Reaktion äußern. Klinische Manifestationen sind vielfältig und umfassen Angstzustände, depressive Verstimmungen, aggressive Ausbrüche und das Gefühl der Unfähigkeit, damit umzugehen. Meist sind es Depressionen oder Angstzustände, Lethargie, emotionale Labilität, Appetit- und Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen.

Behandlung von Belastungsreaktionen

Die Behandlung zielt darauf ab, Symptome zu heilen und die Person in einen stabilen Zustand zu versetzen. Idealerweise verhindert sie die Festigung dieser Erkrankung in eine tiefe Depression.

Psychotherapeutische Begleitung in Kombination mit medikamentöser Behandlung (Antidepressiva oder Beruhigungsmittel) können den Zustand der Patienten signifikant verbessern und die negativen Auswirkungen von Stress allmählich beseitigen. Psychotherapie ist eine Maßnahme, die verschiedene Formen aufweisen kann, beispielsweise:

  • Einzeltherapie,
  • Gruppentherapie,
  • Verhaltenstherapie,
  • Analytische Therapie und viele mehr.

 

 

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