Arzt steht mit verschränkten Armen im Behandlungszimmer und lächelt

Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Die Bauchspiegelung ist eine Methode zur kompletten Untersuchung des Bauchraumes und seiner Organe. Durch einen kleinen Operationsschnitt wird ein Schlauch mit einer Minikamera in den Bauchraum eingeführt, die die Bilder auf einen Bildschirm projiziert. Die Untersuchung wird in Fällen angewendet, in denen es mit klinischen, labormedizinischen, radiologischen und anderen Methoden nicht möglich ist, die Ursache und die Art der Erkrankung der Bauchorgane festzustellen.

Arten der Bauchspiegelung

Es wird zwischen diagnostischer und operativer Bauchspiegelung unterschieden. Die diagnostische Methode ist eine operative Forschungstechnik, bei der der Arzt die Bauchorgane untersucht, ohne große Schnitte an der Bauchdecke vorzunehmen. Während der diagnostischen Spiegelung bestätigt der Arzt eine Diagnose oder lehnt sie ab. Bei der chirurgischen Bauchspiegelung beseitigt der Arzt die festgestellten pathologischen Veränderungen.

Indikatoren für eine Laparoskopie

Zu den Indikationen für eine diagnostische Bauchspiegelung zählen:

  • Leber- und Gallenwegserkrankungen,
  • Tumoren der Bauchhöhle,
  • vermutete akute chirurgische Erkrankung oder Schädigung der Bauchorgane, insbesondere bei Bewusstlosigkeit des Patienten,
  • Aszites (Wasseransammlung im Bauchraum) unklaren Ursprungs.

Zu den Indikationen für eine operative Bauchspiegelung zählen die akute Cholezystitis (Entzündung der Gallenblase) und Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse), bei denen verschiedene Abschnitte des Magen-Darm-Trakts behandelt werden.

Wie wird die Bauchspiegelung durchgeführt?

Abhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Patienten verschreibt der Arzt eine Reihe von Voruntersuchungen, wie Blutuntersuchung, EKG, Röntgen des Abdomens (Innere Organe), Ultraschall des Bauchraums usw. Vor dem Eingriff darf man 8 Stunden lang nichts essen.

Die Bauchspiegelung wird unter Vollnarkose durchgeführt. Die Bauchdecke wird mit einem dünnen Spezialschlauch durchstochen. In der vorderen Bauchdecke werden drei bis vier tiefe Einstiche vorgenommen, deren Größe 10-12 mm nicht überschreitet. Mit einem speziellen Gerät wird ein Gas, normalerweise Kohlendioxid, durch eine Punktion in den Hohlraum injiziert. Es „hebt“ die Bauchdecke an, damit der Chirurg bequemer arbeiten kann. Durch die beiden anderen Punktionen werden die für die Operation notwendigen Spezialwerkzeuge in die Bauchhöhle und ein optisches Gerät mit einer Lichtquelle eingeführt.

Der Chirurg überwacht den Operationsfortschritt auf dem Bildschirm. Nachdem die Bauchspiegelung abgeschlossen und das Instrument aus der Bauchhöhle entfernt ist, wird das Gas entfernt und die Hautwunde genäht. Die Schmerzen im Einstichbereich verschwinden in der Regel nach ein bis zwei Tagen.

Gegenanzeigen für eine Bauchspiegelung

  • Blutgerinnungsstörungen;
  • dekompensierte Lungen- und Herzinsuffizienz;
  • komatöser Zustand;
  • suppurative (eitrige) Prozesse an der vorderen Bauchdecke;
  • äußere und innere Hernien (Eingeweidebrüche).

 

Bildnachweis: Lev Dolgachov | Adobe Stock

 

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