Bandscheiben: Nucleoplasty

Was ist Nucleoplasty?

Nucleoplasty oder Nukleoplastie ist ein Eingriff zur Behandlung eines Bandscheibenvorfalls. Um den Druck der Bandscheibe auf die Nerven zu mindern, verkleinern Mediziner die Bandscheibe. Hierfür führen sie eine Sonde in den Gallertkern (Nucleus) der Bandscheibe ein, die diesen durch elektrothermische Energie erwärmt und Teile von ihm verdampft.

Wann kommt Nucleoplasty zum Einsatz?

Eine Nucleoplastie verordnen Ärzte, wenn die konservative nichtoperative Behandlung unwirksam ist oder nur für eine kurze Zeit half. Dieses Verfahren ist für Patienten mit folgenden Symptomen angezeigt:

  • Überstand der Zwischenwirbelhernie bis zu 6 mm: in diesem Fall komprimiert ein Leistenbruch die Wurzel des Nervenendes;
  • Schmerzen im zervikalen (Halswirbelsäule) oder lumbalen (Lendenwirbelsäule) Bereich;
  • das Auftreten von periodischen Muskel- und Krampfschmerzen in den unteren Extremitäten: in den meisten Fällen auf der Rückseite der Beine vom Gesäß bis zum Knöchel.

Welche Arten der Nucleoplastie gibt es?

Verschiedene Methoden sind hier möglich:

  • cold plasma nucleoplasty – Exposition gegenüber einem Strahl von kaltem Plasma;
  • Hochfrequenzablation – Exposition gegenüber einem elektromagnetischen Feld;
  • Hydroplastie – die Auswirkung des Salzdrucks;
  • interventionelle Diskotomie – mechanische Auswirkungen;
  • Laserverdampfung (Laserbehandlung).

Wie wird eine Nucleoplastie durchgeführt?

Der Eingriff wird unter Anästhesie durchgeführt. Der Patient liegt auf dem Bauch. Das Wesen des Eingriffs besteht darin, dass eine Elektrode (oder eine Nadel, ein Lichtleiter usw.) unter Kontrolle eines Röntgenstrahls, durch den Impuls von kaltem Plasma (oder einem elektromagnetischen Feld oder einem Strahl usw.) unter Verwendung einer Punktionsmethode (ca. 2-3 mm tief) in den Kern der Bandscheibe eingebracht wird.

Während des Laserbetriebs erfolgt eine Erwärmung und Verdampfung des Bandscheibengewebes sowie eine Dekompression – dadurch wird ein Überdruck vermieden. Der Druck in der Bandscheibe nimmt ab und startet den Genesungsprozess: Ihr Volumen wird kleiner, der Faserring nimmt seine vorherige Position ein, die Pathologie wird beseitigt.

Zum Zeitpunkt des Einführens der Nadel in die Bandscheibe verspürt der Patient ein leichtes Unbehagen. Wenn die Nadel in die beschädigte Bandscheibe eintritt, tritt ein Schmerzgefühl auf, und der Arzt überwacht den Zustand des Patienten während des gesamten Eingriffs. Die Dauer für das Verfahren beträgt rund 30-45 Minuten.

Welche Vorteile hat die Nukleoplastik?

  • geringe Invasivität
  • Mangel an Komplikationen
  • kurze Behandlungszeit
  • schnelle Genesung
  • Lokalanästhesie
  • die Funktion der Wirbelsäule und des Bandapparates wird nicht beeinträchtigt
  • das Verfahren ist auch durchführbar bei Patienten, bei denen eine vollständige Operation kontraindiziert ist

 

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