Ballondilatation (PTA)

Ballondilatation (PTA)

Was ist eine Ballondilatation?

Bei der Ballondilatation – perkutane transluminale Angioplastie (PTA) – werden verengte Blutgefäße erweitert. Diese Methode wird auch zur Vorbeugung eines Herzinfarkts eingesetzt. Die Ballondilatation ist eine minimalinvasive Methode, mit der man die normale Durchgängigkeit der Gefäße wiederherstellen kann. Um das Gefäß wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen, bringt der Arzt einen sogenannten Ballonkatheter in das Gefäß ein, füllt es mit Luft und entfernt den Katheter anschließend wieder. Das Gefäß bleibt erweitert.

Was sind Indikationen für die PTA?

Eine Ballondilatation ist beim Verschließen oder Verengen von Blutgefäßen vorgeschrieben. Bei folgenden Krankheiten ist dieses Symptom zu beobachten:

  • koronare Herzkrankheit;
  • periphere Gefäßerkrankungen;
  • betroffene Halsschlagader;
  • renovaskuläre (die Gefäße der Niere betreffend) Erkrankung.

Wie wird der Eingriff durchgeführt?

Die Vorbereitung ist wie folgt:

  • Einnahme von Medikamenten zur Verhinderung von Blutgerinnseln während des Eingriffs (gemäß Anweisung des Arztes);
  • Verweigerung von Nahrung und Wasser vier Stunden vor dem Eingriff;
  • Analyse, Ruhe-EKG und andere notwendige Studien.

Die Ballondilatation bezieht sich auf endovaskuläre (das Innere eines Gefäßes betreffend) Operationen und erfordert keine großen Gewebeschnitte. Der Chirurg sticht bis zu einem Zentimeter in das beschädigte Gefäß ein. Normalerweise erfolgt eine Ballondilatation unter örtlicher Betäubung, es gibt jedoch Ausnahmen. Die Einstichstelle der Arterie wird mit einem Antiseptikum behandelt und ein Lokalanästhetikum wird unter die Haut injiziert.

Im Anschluss führt der Arzt einen Katheter mit einem Ballon in das Gefäß ein. Sobald der Ballon die Stelle der Gefäßverengung erreicht, wird er unter Druck aufgeblasen, wodurch sich die sklerotischen Plaques (kleine, fleckförmige entzündliche Veränderungen der Blutgefäße) ausdehnen und in die Gefäßwände gedrückt werden. Danach entfernt der Chirurg den Ballon. Auf diese Weise ist die Durchgängigkeit einer Vene oder Arterie wiederhergestellt und der Blutfluss normalisiert sich. Um Blutungen zu vermeiden, bekommt der Patient an der Einstichstelle einen Druckverband angelegt.

Die gesamte Behandlung erfolgt unter Kontrolle des Röntgens. Der Arzt sieht deutlich die Bewegung des Katheters entlang des Gefäßbetts und kontrolliert den gesamten Verlauf der Ballondilatation. Die Dauer der Operation beträgt 45 Minuten bis zwei Stunden. Während des Eingriffs haben die Patienten keine Schmerzen. Innerhalb weniger Stunden nach dem Eingriff soll der Patienten eine strenge Bettruhe einhalten. Zudem ist von körperlichen Anstrengungen innerhalb von sieben bis zehn Tagen nach der Operation dringend abzuraten.

Welche Vorteile hat die Ballondilatation?

  • die Operation erfordert keine großen Schnitte
  • es gibt keine wahrnehmbaren Narben
  • die Möglichkeit der örtlichen Betäubung

 

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