Massage: Babymassage

Was ist eine Babymassage?

Die Babymassage ist eine Massageart, die für Kinder von der Geburt bis zum ersten Lebensjahr bestimmt ist. Babymassage ist die wichtigste Manipulation, die auf die normale Entwicklung und das Wachstum des Körpers des Kindes abzielt.

In welchen Fällen wird eine Babymassage eingesetzt?

Die Babymassage ist bei folgenden Zuständen angezeigt:

  • Plattfüße;
  • Nabelbruch;
  • Hüftdysplasie;
  • häufige Erkältungen;
  • Geburtsverletzungen anderer Art (Hüftluxation);
  • Skoliose (seitliche Verbiegung oder Verkrümmung der Wirbelsäule), Krümmung, Rundheit oder Flachheit des Rückens usw.;
  • Dystrophie (Ernährungsstörung).

Welche Arten der Massage für Babys unterscheidet man?

Die Massage ist besonders wichtig, um den Muskeltonus und die Durchblutung aufrechtzuerhalten. Bei der Wahl der Technik der Babymassage spielen die Merkmale ihrer Durchführung eine bedeutende Rolle. Alle Massagetechniken sollten so sanft wie möglich durchgeführt werden:

  • Erholsame Babymassage: Ziel ist es, die inneren Organe und Systeme zu stärken, die Immunität zu stärken und den Bewegungsapparat zu entwickeln. Außerdem hilft diese Massage dabei, Muskeln zu stärken sowie Motorik und Sprache zu entwickeln.
  • Therapeutische Babymassage: Sie wird von engen Spezialisten für Pathologien anderer Art verschrieben. Diese Art der Massage basiert auf therapeutischen Übungen.
  • Korrekturmassage hilft bei der Festigung der positiven Ergebnisse, die früher als Ergebnis einer Massage erzielt wurden, und beugt dem Rückfall von Krankheiten vor.

Welche Massagetechniken werden verwendet?

Die Babymassage unterscheidet sich grundlegend von der Massage für Erwachsene – sie verwendet ganz andere Techniken:

  • Streicheln bereitet die Haut des Babys auf die Massage vor, verbessert die Durchblutung, entspannt und beruhigt die Muskeln. Das Streicheln erfolgt mit der Handfläche, sanfte Bewegungen in Richtung des Lymphflusses zu den nächstgelegenen Lymphknoten.
  • Reiben reduziert den erhöhten Tonus, verbessert die Durchblutung und die Muskelernährung, beruhigt das Nervensystem und wärmt auch die Muskeln und Sehnen. Die Bewegungen sollten intensiver sein als beim Streicheln.
  • Kneten ist wie Reiben, aber seine Wirkung ist tiefer. Das Kneten erfolgt mit drei Fingern (Mitte, Ring und Zeigefinger) in kreisenden Bewegungen. Es regt die Durchblutung und den Lymphfluss an und verringert die Schwellung. Solche Bewegungen wirken sich auch positiv auf die Atemwege aus.
  • Vibrationen haben eine leichte tonisierende Wirkung, wirken analgetisch und krampflösend und verbessern den Stoffwechsel im Körper des Babys. Man führt sie mit den Fingern oder der Handfläche aus. Die Bewegungen sollten sehr intensiv sein, jedoch auf keinen Fall traumatisch.

Die Massage sollte täglich, 40 Minuten nach einer Mahlzeit oder 25 bis 30 Minuten vor einer Mahlzeit erfolgen. Die Massage kann zwischen fünf und 20 Minuten dauern.

Wann ist die Verwendung der Babymassage zu vermeiden?

Zu den Gegenanzeigen für die Babymassage zählt man:

  • das Vorhandensein von eitrigen Wunden;
  • entzündliche Prozesse;
  • Exazerbationskrankheiten;
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen;
  • Fieber;
  • erhöhte Knochenbrüchigkeit;
  • Infektionskrankheiten;
  • erhöhte Nervosität;
  • Hernien (Eingeweidebruch);
  • bösartige Neubildungen.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Frauenheilkunde und Geburtshilfe