Babesiose

Was ist Babesiose?

Babesiose ist eine Krankheit, die durch eine Zerstörung roter Blutkörperchen durch Parasiten (Babesien) verursacht wird. Zecken übertragen diese Parasite. Für die Babesiose ist ein schwerer Verlauf charakteristisch. Sie ist von schwerem Fieber und Anämie mit Gelbsucht begleitet.

Wer ist besonders anfällig?

Nach einem Biss dringt der Erreger durch den Zeckenspeichel in die Blutkapillaren einer Person ein und vermehrt sich in den roten Blutkörperchen. Die Übertragung der Babesiose kann auch durch Übertragung von Blut von infizierten Personen oder von einer infizierten Mutter auf ein Kind erfolgen. Das Risiko einer Babesiose ist höher bei:

  • Personen mit verminderter Immunität;
  • Menschen mit entfernter Milz;
  • Vorliegen einer Autoimmunerkrankung;
  • HIV-Infizierten (AIDS);
  • älteren Menschen;
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen und Infektionsherden;
  • Menschen, die vor kurzem eine schwere Krankheit erlitten haben.

Wie manifestiert sich Babesiose?

Die Inkubationszeit der Erkrankung nach einem Zeckenstich beträgt 10-15 Tage, bei einer Infektion durch Blut rund 6-12 Tage. Der Krankheitsverlauf ist gekennzeichnet durch: Fieber, allgemeine Schwächung des Körpers, schnelles Atmen, Schwitzen. Die Patienten klagen über Appetitlosigkeit, Muskelschmerzen, Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen. Sie haben einen Hämoglobinabfall, es entwickelt sich eine leichte Anämie (durch die Zerstörung der roten Blutkörperchen). Der Hauptunterschied zwischen Babesiose und einer Erkältung ist das Fehlen einer positiven Wirkung antiviraler Medikamente.

Der schwere Verlauf der Babesiose ist durch ein akutes Einsetzen gekennzeichnet: ein plötzlicher Temperaturanstieg auf 41 Grad, der bis zu 8 Tage anhält und danach ebenfalls stark abfällt. Es wird eine akute Hämolyse der roten Blutkörperchen beobachtet, die mit einer Gelbfärbung der Haut einhergeht. Die Patienten klagen über starke Übelkeit, Erbrechen, allgemeine toxische Symptome, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Bauch- und Muskelschmerzen, Photophobie (Lichtempfindlichkeit) und Herzfunktionsstörungen.

Wie behandeln Ärzte die Parasitenerkrankung?

Babesiose wird normalerweise mit kombinierten Dosen von Chinin (hat fiebersenkende und entzündungshemmende Eigenschaften) und Antibiotika behandelt. Wenn die Krankheit besonders schwerwiegend verläuft, erhält der Patient eine Bluttransfusion.

 

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