Frühgeborenen-Untersuchung (augenheilkundlich)

Warum braucht man eine augenärztliche Untersuchung bei frühgeborenen Kindern?

Die augenärztliche Untersuchung bei frühgeborenen Kindern (unter einem Geburtsgewicht von 1500 Gramm) ist anfangs in kurzen Abständen notwendig, da die Netzhaut noch nicht vollständig ausgereift ist.

Bei Frühgeborenen kann es zu einer Retinopathie (pathologische Entwicklung der Augen) kommen. Die frühe Diagnose hilft, die Krankheit zu bekämpfen. Bei Kindern mit niedrigem Geburtsgewicht, die vorzeitig geboren wurden, ist ein Screening erforderlich, um das Risiko dieser Krankheit zu ermitteln (nach vier, acht und zwölf Lebenswochen und auch nach einem Jahr).  Sehstörungen bei der Retinopathie können sowohl geringfügig sein (Brillenträger) als auch schwerwiegend bis hin zur Erblindung.

Was ist die Retinopathie?

Die Retinopathie ist eine Krankheit, die die Netzhaut schädigt und bei Frühgeborenen zur Erblindung führen kann.  Retinopathie ist eine der Hauptursachen für Blindheit und Sehbehinderung bei Kleinkindern. Der Hauptgrund für Retinopathie ist die Frühgeburt eines Babys: Je früher das Baby geboren wird und je weniger Körpergewicht es hat, desto häufiger entwickelt es eine Retinopathie.

Alle Frühgeborenen haben normalerweise Anzeichen einer Unreife der Augen. Zudem ist der Netzhautbildungsprozess nicht vollständig. Nach der Geburt eines Kindes kann sich die Netzhaut auf zwei Arten entwickeln: normales Wachstum der Gefäße der Netzhaut oder pathologisch – die Entwicklung der Retinopathie.

Wie erfolgt die augenärztliche Untersuchung bei frühgeborenen Kindern?

Alle gefährdeten Kinder sollten sich einer ersten Vorsorgeuntersuchung unterziehen, bevor sie aus einem Krankenhaus entlassen werden. Babys mit hohem Risiko für eine vorzeitige Retinopathie sollten im Zeitraum zwischen vier und sechs Wochen eine augenärztliche Untersuchung bekommen. Nach der Erweiterung der Pupillen durch Einträufeln von Tropfen untersucht der Arzt den Fundus mit einem Ophthalmoskop. Während der Untersuchung liegt das Kind in den Händen der Eltern.

Unabhängig davon, ob eine Behandlung erforderlich ist oder nicht, sollte man diese Kinder im empfohlenen Intervall wiederholt untersuchen, um sicherzustellen, dass die Entwicklung der Krankheit zum Stillstand gekommen ist oder ein Behandlungsbedarf besteht.

 

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