Augen: Retinitis Pigmentosa

Was ist Retinitis Pigmentosa?

Retinitis Pigmentosa, auch „Retinopathia Pigmentosa“ (kurz: „RP“) genannt, ist eine erbliche Netzhauterkrankung, bei der die Sinneszellen des Auges allmählich absterben. Erste Symptome sind Nachtblindheit und Gesichtsfeldeinschränkung. Im späteren Stadium kommt es oft zur Erblindung.

Wer erkrankt an Retinopathia Pigmentosa?

Retinitis Pigmentosa wird in der Regel bei Jugendlichen diagnostiziert. Die Krankheit ist durch einen fortschreitenden Charakter gekennzeichnet. Die Rate ihrer Entwicklung und der Grad des Sehverlusts sind für jede einzelne Person unterschiedlich.

Bei dieser Pathologie handelt es sich um eine einzelne Mutation im Gen. Dies trägt zur Beeinträchtigung des Zellstoffwechsels sowie zu strukturellen Veränderungen des Pigmentepithels. Die Pathologie wird mit dem X-Chromosom von Mutter zu Sohn übertragen, oder das Kind erhält sofort von beiden Elternteilen mutierte Gene. In einigen Fällen reicht ein einziges solches Vater- oder Muttergen aus. Die wahrscheinlichste Option ist, wenn Retinitis Pigmentosa von Mutter zu Sohn vererbt wird, sodass diese genetische Erkrankung bei Frauen viel seltener auftritt.

Was sind Symptome bei Retinitis Pigmentosa?

Bei dieser Erkrankung unterscheidet man folgende Symptome:

  • Verschlechterung des Sehens bei Dämmerung und des zentralen Sehvermögens;
  • verschwommenes Bild in verschiedenen Entfernungen;
  • schlechte Farbwahrnehmung.
  • Verlust der zentralen oder peripheren Sicht;
  • ausgeprägte Müdigkeit.

Blutgefäße werden mit der Zeit dünner, das Pigment setzt sich in Form von Knochenkörpern in der Netzhaut ab, die Papille wird blass. Alle diese Prozesse können zur Erblindung führen, die irreversibel ist.

Können Ärzte Retinitis Pigmentosa behandeln?

Derzeit wird in der Augenheilkunde nur eine unterstützende Behandlung durchgeführt, die darauf abzielt, das Fortschreiten der Krankheitssymptome zu verlangsamen. Augenärzte verwenden dazu eine Vitamintherapie und Medikamente, um den Trophismus (Ernährungsprozesse) der Netzhaut und anderer Augenumgebungen zu verbessern.

In dieser Hinsicht wird die Prognose auf Heilung dieser Augenkrankheit im Allgemeinen als ungünstig angesehen, da die Krankheit allmählich und stetig fortschreitet und schließlich zur Erblindung führt. Die Anwendung der Erhaltungstherapie führt in der Regel zu einer Verzögerung des Erblindungsbeginns von etwa 5 bis 10 Jahren. Derzeit gibt es jedoch keine anderen Methoden zur Behandlung von Retinitis Pigmentosa.

 

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