Augen: Intravitreale Medikamenteneingabe

Was ist die intravitreale Medikamenteneingabe?

Die intravitreale Medikamenteneingabe erfolgt durch eine intravitreale Injektion. Dies ist ein Verfahren zur Verabreichung eines Arzneimittels direkt in den Raum der hinteren Augenhöhle (Glaskörper). Die intravitreale Verabreichung bietet eine hochwirksame, zielgerichtete Arzneimitteltherapie, welche die therapeutische Arzneimittelabgabe an den Augenhintergrund maximiert und die Gesamttoxizität minimiert. Am häufigsten werden folgende Medikamente injiziert:

  • Medikamente, die das Wachstum von pathologischen Gefäßen verhindern und stoppen;
  • Steroide, die Entzündungen lindern;
  • Antibiotika, antivirale und antimykotische Medikamente (Antipilzmittel).

In welchen Fällen wendet man die intravitreale Medikamenteneingabe an?

  • Degeneration der Makula, die Störungen des zentralen Sehvermögens hervorruft
  • Schwellung oder Verdickung der Makula, die die Sehqualität beeinträchtigt
  • die diabetische Retinopathie ist eine Komplikation von Diabetes, die zur Entstehung neuer, abnormaler Blutgefäße in der Netzhaut oder in den Augenkammern führen kann
  • Schwellung und Entzündung der Aderhaut
  • ein Netzhautvenenverschluss ist eine Blockade von Venen, die Blut aus der Netzhaut befördern
  • Entzündung der inneren Membranen des Auges
  • die choroidale Neovaskularisation ist eine Netzhauterkrankung, die auch zur raschen Abnahme der Sehschärfe beiträgt
  • manchmal wird die Einführung von Antibiotika und Steroiden nach einer Kataraktoperation (Linsenersatzoperation) angewendet. Dadurch müssen nach der Operation keine Tropfen mehr verwendet werden

Wie wird die intravitreale Injektion durchgeführt?

Vor Beginn der Injektion sind das Auge und die Augenlider gründlich zu desinfizieren. Anschließend erfolgt eine Lokalanästhesie mithilfe von Tropfen. Die Injektion erfolgt mit einer sehr kleinen Nadel im weißen Teil des Auges. In der Regel verspüren die Patienten während der Verabreichung des Arzneimittels einen leichten Augendruck. Der gesamte Vorgang dauert zehn bis 15 Minuten. Unmittelbar nach der intravitrealen Verabreichung kann ein Arzt den Augeninnendruck überprüfen, der infolge der intravitrealen Injektion vorübergehend ansteigen kann.

Was ist bei der intravitrealen Medikamenteneingabe zu beachten?

Aufgrund bestimmter chronischer Augenerkrankungen können wiederholte intravitreale Injektionen erforderlich sein. Es gibt keine Einschränkungen, außer der Einhaltung der Augenhygiene nach einer intravitrealen Injektion. Wiederholte intravitreale Injektionen können über mehrere Jahre hinweg notwendig sein. Ihr Bedarf wird während der klinischen Untersuchung festgestellt.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Augenheilkunde
Augen: Glaskörperchirurgie
Augen: Laserbehandlung