Auge

Auge: Fremdkörper

Was kann ein Fremdkörper im Auge sein?

Die Hornhaut, die transparente Membran des Auges, ist sehr empfindlich. Sie reinigt sich ständig durch Tränensekrete (Tränen) und Augenlider, die mehrmals pro Minute (unbewusst) blinzeln. Das hilft, Dinge aus dem Auge loszuwerden, die dort nicht sein sollten. Aber wenn diese Manöver nicht ausreichen, um Fremdkörper aus dem Auge zu verdrängen, wird ein sehr starkes Unbehagen empfunden, das schnell Alarm schlägt.

Während Staub oder Sand in den Augen in der Regel leicht zu überwinden sind, ist dies nicht der Fall bei bestimmten Fremdkörpern, die gut in der Hornhaut eingebettet sind (z. B. Metallfragmente) und bei größeren Gegenständen – wie z.B. einem Sektkorken.

Was tun bei einem Fremdkörper im Auge?

Ein typischer Reflex ist es, sich die Augen zu reiben: sehr oft ist es wirkungslos und manchmal – vor allem, wenn der Fremdkörper in der Hornhaut stecken bleibt – sogar gefährlich.

Wie gelangen Fremdkörper in das Auge?

Es gibt viele Möglichkeiten, einen Fremdkörper ins Auge zu bekommen. Hier sind einige Beispiele:

  • mehrere Partikel (Staub, Pflanzenreste, Pollen, Insekten usw.) werden vom Wind getragen und landen manchmal im Auge;
  • Gartenarbeiten (Zerkleinern, Schneiden usw.) und Heimwerkerarbeiten setzen die Augen Holzstaub, Metallstaub usw. aus;
  • manchmal gelangen Fremdkörper mit großem Schwung ins Auge, dass er ein Trauma hervorruft: Dies ist der Fall bei Champagnerkorken (ein Klassiker in der Festzeit), Bällen, Luftballons.

Ist die Häufigkeit von Fremdkörpern im Auge hoch?

Jeder hat irgendwann einmal einen Fremdkörper im Auge! Aber einige Menschen sind besonders gefährdet:

  • Kleinkinder, die nicht zögern, Sand oder Schmutz in ihr Gesicht zu werfen;
  • (Freizeit-)Gärtner, die nicht alle Vorkehrungen zum Schutz ihrer Augen treffen;
  • Menschen in besonders windreichen Gebieten (z. B. am Meer).

Was sind die Symptome?

Fremdkörper verursachen Tränen, Rötungen und Schmerzen bis zu dem Punkt, an dem Sie Ihr Auge möglicherweise nicht mehr öffnen können. Die Schmerzen sind bei Trägern flexibler Kontaktlinsen stark, weil der Fremdkörper, der zwischen der Linse und der Hornhaut eingeklemmt ist, gegen die Hornhaut drückt.

Im Falle eines Traumas kann es neben anderen Symptomen sogar zum Verlust des Sehvermögens kommen. Augenärzte unterscheiden zwei Situationen:

  1. Wenn kein zusätzliches Trauma vorliegt: Die Symptome sind so lange vorhanden, wie sich der Fremdkörper auf der Hornhaut befindet. Der Schmerz verschwindet wie von Zauberhand, sobald der Fremdkörper entfernt ist. Eine Superinfektion ist jedoch in den folgenden Tagen möglich, insbesondere wenn der Fremdkörper eine Hornhautwunde verursacht hat.
  2. Im Falle eines zusätzlichen Augentraumas: Wenn der Fremdkörper gewaltsam auf das Auge projiziert wird, ist das Risiko einer Augenverletzung real. Je stärker die Wirkung, desto größer ist das Risiko einer Schädigung des Auges. Dazu können Blutungen der Bindehaut („weißes“ Auge), eine Ulzeration der Hornhaut – der Fremdkörper kann seine Spuren oder Trümmer hinterlassen haben -, eine Verrenkung der Linse, Blutungen im Inneren des Auges oder sogar eine Ablösung der Netzhaut gehören. Darüber hinaus kann die Spannung im Inneren des Auges in den nächsten Stunden zunehmen. Deshalb kann es sein, dass die Symptome nicht sofort auftreten. Das Fortbestehen oder sogar die Intensivierung der Schmerzen in den folgenden Tagen, die Photophobie (Lichtscheu), die Sehschwäche oder die nicht enden wollenden Augenbeschwerden sollten Alarm auslösen.

Wie diagnostiziert der Augenarzt ein Fremdkörper im Auge?

Meist ist nur ein Auge betroffen und der Betroffene spürt die Anwesenheit dieses lästigen Fremdkörpers sehr gut. Bei einem Kind, das noch nicht alt genug ist, um sich auszudrücken, ist es eher die Tatsache, dass es plötzlich zu weinen beginnt, sich die Augen reibt und sich weigert, sie zu öffnen.

Wenn die Schmerzen trotz einer Augenspülung mit Kochsalz oder einer Augenspüllösung fortbestehen, sollten Sie dringend den Augenarzt konsultieren.

Der Augenarzt untersucht die Hornhaut und hat keine Schwierigkeiten, den oder die Fremdkörper zu finden. Augentropfen, die unter einem speziellen Licht Fremdkörper und Läsionen einfärben, kommen oft zum Einsatz.

Weitere Behandlung

Da nach der Entfernung eines Metallpartikels ein Rostring zurückbleiben kann, muss dieser unter Umständen mit einem kleinen Grat entfernt werden. Der Arzt verschreibt dann gerne ein antiseptisches oder antibiotisches Augentropfen zur Vermeidung einer Superinfektion, manchmal auch entzündungshemmende Augentropfen sowie eine Heilsalbe.

Es kann darüber hinaus notwendig sein, ihn einige Tage später noch einmal zu konsultieren, um zu überprüfen, ob die Wunde heilt (die oberflächlichen Zellen des Auges regenerieren sich schnell).

 

Bildnachweis: KirstentB | Pixabay

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund
Augenheilkunde
Augen: Operationen
Laserbehandlung am Auge
Multifokallinsen