Aufwachprobleme bei Kindern

Was tun bei Aufwachproblemen?

Zu zeitiges Aufwachen gehört auch zu den Schlafproblemen. Entsprechend den Einschlaf- und Durchschlafproblemen können Kinder Aufwachprobleme entwickeln. Entweder, weil die Erziehung zum Aufwachen noch nicht ausreichend erfolgreich war oder diese Erziehung noch nicht begonnen wurde. Die Schritte zur Abhilfe entsprechen in ihrer Art und Logik denen zur Lösung der Einschlaf- und Durchschlafprobleme, wiederum am Entwicklungsstand der drei Altersgruppen orientiert.

Aufwachprobleme während der ersten sechs Lebensmonate

Ursache für frühes Erwachen ist hier hauptsächlich der Hunger. Daher wird in gewohnter Weise, knapp und ohne Schnörkel, der Hunger gestillt, die Windel gewechselt und kurz geprüft, dass keine weiteren Probleme vorliegen.

Dann erklären Sie Ihrem Baby in bestimmtem Ton, dass es noch viel zu früh zum Aufstehen ist und Sie erwarten, dass es noch weiterschläft.

Selbstverständlich wird das Kinderzimmer so dunkel wie möglich gehalten. Zur Unterhaltung sollten nun einige Spielzeuge in Reichweite des Kindes zur Verfügung stehen – vor allem wenn Tageslicht für etwas Helligkeit sorgt. Im Übrigen geht man mit dem Aufwachen um fünf Uhr früh genauso um, wie mit dem Erwachen zu irgendeiner anderen Zeit während der Nacht: versorgt also das junge Baby, stellt fest, dass keine weiteren wichtigen Bedürfnisse bestehen, und vermittelt, dass es noch schlafen soll.

Danach beginnt das Zehn-Minuten-Spiel: Wenn im Kinderzimmer die „Sirene“ anspringt, gehen Mutter oder Vater nach zehn Minuten zum kleinen Liebling, um nach dem Rechten zu sehen, sich also zu vergewissern, dass keine gesundheitlichen Probleme bestehen.

Während der ersten sechs Lebensmonate des Nachwuchses werden Eltern nach einer vernünftigen Zeit wie zum Beispiel 06.30 Uhr dann ihr Schicksal akzeptieren und aufstehen, falls das Baby gar nicht Ruhe geben will.

Aufwachprobleme zwischen sechs Monaten und einem Jahr

Mit frühem Aufwachen verfährt man wie mit nächtlichem Erwachen in dieser Altersgruppe. Sie setzen eine vernünftige Zeit fest, vor der Sie nicht wollen, dass Ihr Kind aufsteht, und behandeln die Zeit davor als Nacht. Bitte verlangen Sie nichts Unmögliches von Ihrem Baby. Berücksichtigen Sie, dass morgens um 08.00 Uhr die menschlichen Wachheitshormone den höchsten Pegel innerhalb des gesamten Tages haben. Selbstverständlich stellen Sie sicher, dass das Kinderzimmer so dunkel wie möglich ist. Auch hier bietet sich wieder die Zehn-Minuten-Regel an: Falls Ihr Kind schreien sollte, schauen Sie nach zehn Minuten noch einmal nach und bleiben dann fern.

Schwierigkeiten mit zu frühem Aufwachen werden auf diese Weise ebenso überwunden wie Durchschlafprobleme.

Probleme mit dem Aufwachsen nach dem ersten Geburtstag

In dieser Altersgruppe überwinden Eltern und Kind Probleme mit zu frühem Aufwachen ebenfalls nach Art der Durchschlafprobleme.

 

Autoren

Sabine und Mogens Poppe

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Kinderheilkunde / Kinder- und Jugendmedizin
Schlaf