Atemgymnastik

Was ist die Atemgymnastik?

Atemgymnastik kräftigt die für die Atmung nötige Muskulatur, indem man beispielsweise das tiefe Ein- und Ausatmen übt. Bei bettlägerigen Patienten dient sie zudem der Vorbeugung einer Lungenentzündung. Bei der Atemgymnastik handelt es sich um eine bestimmte Folge von Atemübungen. Mit ihrer Hilfe werden Erkrankungen der Bronchien und der Lunge behandelt sowie das Knochen- und Bandensystem gestärkt. Dadurch verbessert sich der Allgemeinzustand des Patienten. Aktivität und Konzentration nehmen zu und die körperlichen Indikatoren sind besser.

Was bewirken die speziellen Atemübungen?

Atemgymnastik ist ein System von Atemübungen, das hauptsächlich auf die Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen des Atmungssystems, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und die Gewichtsreduktion abzielt. Das Durchführen von Atemübungen hat zwei Hauptziele: erstens die Atmungsorgane gezielt anzusprechen und ihre Funktionsreserven zu erhöhen. Zweitens die Auswirkungen auf die Atemwege, um Veränderungen in funktionellen Systemen und verschiedenen Organen vorzunehmen.

In welchen Fällen wird Atemgymnastik eingesetzt?

  • Asthma bronchiale
  • Sinusitis (eine entzündliche Erkrankung, bei der die Nasennebenhöhlen betroffen sind)
  • Rhinitis (eine entzündliche Erkrankung der Nasenschleimhaut)
  • zerebrovaskuläre Insuffizienz (Schäden an den Gefäßen des Gehirns, in denen die Gefäße verengt sind, was zu Sauerstoffmangel des Gehirns führt), Hypoxie (Sauerstoffmangel), Kopfschmerzen
  • Neurosen, insbesondere mit Angstzuständen, gereizter und apathischer Depression, verschiedene sexuelle Störungen

Welche Eigenschaften hat die Atemgymnastik für bettlägerige Patienten?

In horizontaler Position nimmt das Volumen der Lunge beim Einatmen von Luft im Vergleich zu einer vertikalen Position ab. Das Fehlen aktiver Bewegungen und eine Verringerung des Volumens der Lungenbeatmung führen zu einer Verringerung der Durchblutung und einer Verstopfung des Lungengewebes. Sputum (Auswurf) sammelt sich in den Atemwegen und verstärkt die Verstopfung in der Lunge. All dies führt zur Entwicklung eines infektiösen und entzündlichen Prozesses im Lungensystem. Atemgymnastik verfügt über folgende Eigenschaften:

  • positive Auswirkung auf den nervösen und mentalen Zustand des Patienten – beim Ausführen von Atembewegungen wird eine Person ruhiger, entspannt sich;
  • Prävention von Blutgerinnseln;
  • Stimulation des Herz-Kreislaufsystems;
  • allgemeiner tonischer Effekt: wenn die Normalisierung des Sauerstoffmetabolismus (Stoffwechselreaktionen) bei einer Person die Stimmung verbessert, was zu einem größeren Verlangen nach Erholung beiträgt, hilft dies, die Kraft wiederherzustellen.

Welche Arten der Atemgymnastik gibt es?

  • Das oberflächliche Atmen beim Einatmen der Luft füllt nur die Luftröhre, die Bronchien und den oberen Teil der Lunge. Die Oberflächenatmung sättigt den Körper mit Kohlendioxid.
  • Die Brustatmung dient dazu, Kraft für körperliche Aktivitäten aufzubauen.
  • Die Bauchatmung ist am tiefsten, da Luft in alle Teile der Lunge eindringt. Das Zwerchfell (ein starker Muskel im Bereich der unteren Brust) ist aktiv an diesem Prozess beteiligt. Während des Einatmens sinkt das Zwerchfell und die Außenwand der Bauchhöhle verschiebt sich.

 

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