Arthrogryposis multiplex congenita (AMC)

Was ist Arthrogryposis multiplex congenita?

Arthrogryposis multiplex congenita (AMC) ist eine angeborene Läsion des Bewegungsapparates, die sich durch das Auftreten mehrerer Gelenkkontrakturen (die Einschränkung des Bewegungsumfangs im Gelenk), eine Schädigung der Nervenzellen des Rückenmarks und das Auftreten einer primären Atrophie der Muskelstrukturen äußert. Die Funktion der Gliedmaßen ist nicht so sehr durch Gelenkdeformationen gestört, sondern durch den Grad der Muskelschädigung. Arthrogryposis multiplex congenita ist nicht vererbbar.

Was sind die Ursachen der Entwicklung von AMC?

Gegenwärtig wurden mehrere Ursachen für diese Krankheit identifiziert:

  • virale und bakterielle Infektionen;
  • physikalische Faktoren, Chemikalien, Arzneimittel;
  • Einschränkung des intrauterinen Raums (Anomalien in der Form des Uterus), Plazenta-Insuffizienz usw.;
  • die Mütter haben eine Vorgeschichte von verschiedenen Krankheiten, Toxikose der Schwangerschaft, Fehlgeburten, Abtreibungen usw.

Welche Formen von Arthrogryposis multiplex congenita gibt es?

Folgende Arten der Krankheit unterscheidet man: generalisiert, mit Läsionen der unteren Extremitäten, mit Läsionen der oberen Extremitäten und distal.

Bei einer generalisierten Form werden in schweren Fällen Schäden an Schulter, Ellbogen, Handgelenk, Hüfte, Kniegelenken, Deformationen der Hände und Füße sowie des Gesichtsskeletts festgestellt. Wirbelsäulendeformitäten sind möglich. Bei der distalen Form beobachtet man überwiegend Deformationen der Hände und Füße, die teilweise mit der Pathologie großer Extremitäten-Gelenke einhergehen.

Eine Schädigung der inneren Organe tritt in der Regel nicht auf. Die Intelligenz der Patienten ist in der Regel nicht beeinträchtigt, lediglich die Läsion des Bewegungsapparates wird festgestellt.

Was ist das Ziel der Behandlung von Arthrogryposis multiplex congenita?

Ziel der Behandlung ist die Beseitigung oder Reduzierung von Kontrakturen sowie die gleichzeitige Kräftigung unterentwickelter Muskeln in allen betroffenen Gliedmaßen, damit der Patient mobil ist und arbeiten kann. Die Behandlung sollte von Geburt an beginnen. Ein Neugeborenes braucht in den ersten Lebenstagen eine orthopädische Untersuchung. Massagen und Bewegungstherapien beginnen unmittelbar nach der Anpassung der Haut an äußere Reize, d. h. nach zwei bis drei Lebenswochen eines Kindes.

Parallel dazu erfolgt eine aktive physiotherapeutische Behandlung (Elektrostimulation, Magnetfeldtherapie). Wenn die Behandlung nach vier bis sechs Monaten nicht erfolgreich ist, stellt sich die Frage nach einer sofortigen Korrektur der Kontrakturen.

 

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