Anorektale Fehlbildungen

Was sind anorektale Fehlbildungen?

Anorektale Fehlbildungen sind angeborene Fehlbildung der anorektalen Zone, die durch das Fehlen eines natürlichen Kanals von Rektum und Anus gekennzeichnet ist. Sie treten in den ersten vier bis acht Wochen der fetalen Entwicklung auf. Der Fehler kann mit anderen vorgeburtlichen Entwicklungsstörungen kombiniert sein: angeborene Herzfehler, Harnwegserkrankungen, Fehlbildungen der Wirbelsäule, Defekte des Zentralnervensystems, Down-Syndrom. Häufiger treten anorektale Fehlbildungen bei Jungen auf.

Was sind klinische Manifestationen von Fehlbildungen am Anus?

Zu den Symptomen der anorektalen Fehlbildungen zählt man:

  • fehlende anale Öffnung;
  • blieb die Pathologie nach der Geburt unbemerkt, treten am Ende des ersten Tages Symptome einer Darmobstruktion auf (beeinträchtigter Durchgang des Inhalts durch den Verdauungstrakt), starkes Aufstoßen und Erbrechen des Mageninhalts, dann des Gallen- und Darminhalts;
  • Aufblähung.

Wie erfolgt die Behandlung von anorektalen Fehlbildungen?

Bei der Erstuntersuchung des Neugeborenen wird in der Regel eine anorektale Fehlbildung festgestellt. In seltenen Fällen kann der Defekt erst im Verlaufe des ersten Lebenstags eines Säuglings festgestellt werden, da Symptome einer akuten Darmobstruktion auftreten.

Die Behandlung ist nur chirurgisch möglich. Ärzte führen sie am ersten Tag nach der Geburt des Kindes durch. Bei geringen Formen der anorektalen Fehlbildungen und dem Fehlen anderer schwerwiegender Defekte und Begleiterkrankungen wird gleichzeitig eine Proktoplastik durchgeführt, die in der künstlichen Schaffung des Anus besteht.

Bei Gegenanzeigen zur simultanen Proktoplastik erfolgt die Operation in zwei Schritten. Im ersten Stadium wird eine Kolostomie durchgeführt (Ausscheidung des offenen Darmendes an der vorderen Bauchwand). Die zweite Phase dauert vom zweiten Lebensmonat bis zu einem Jahr und besteht in der künstlichen Schaffung des Anus. In Zukunft wird das Kind beobachtet und die notwendigen postoperativen Maßnahmen durchgeführt. Ohne Operation stirbt das Baby vier bis sechs Tage nach der Geburt.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
Kinderchirurgie
Rekonstruktive Chirurgie