Angiographie: MR-Angiographie

Was ist die MR-Angiographie?

Die MR-Angiographie ist eine Methode zur Darstellung von Blutgefäßen mit einem Magnetresonanztomographen. Die Untersuchung wird mit einer Magnetfeldstärke von mindestens 0,5 T durchgeführt. Es ist eine moderne Methode zur Diagnose von strukturellen und funktionellen Veränderungen im Gefäßsystem. Die Magnetresonanz-Angiographie kommt in der neurologischen, vaskulären und neurochirurgischen Praxis zum Einsatz.

Diese Art der MRT verwendet man zur korrekten Diagnose und Bestimmung des Behandlungsplans für Schlaganfälle, verschiedene Erkrankungen des Herzens und der Blutgefäße. Die MR-Angiographie ist eine radiologische Methode, die jedoch für den menschlichen Körper völlig ungefährlich ist.

Ein spezieller Magnetresonanz-Bildgebungsmodus ermöglicht es, ohne Kontrastmittel die Struktur von Hirngefäßen deutlich zu visualisieren, Abnormalitäten der Struktur und Anatomie des Gefäßes zu erkennen, die Breite des Lumens (innerer Hohlraum von Hohlorganen) zu bestimmen, den Grad der Stenose (Verengung des Lumens des Gefäßes) schnell zu unterscheiden und eine langsame Durchblutung festzustellen.

Welche Indikationen gibt es für die Magnetresonanz-Angiographie?

  • Kopfverletzungen
  • regelmäßige Kopfschmerzen
  • vermutetes Aneurysma
  • Verdacht auf Gefäßmissbildungen
  • vermutete Entzündung der Gefäßwand
  • vermuteter Mikroanfall oder Schlaganfall
  • vermuteter Gehirntumor
  • Arteriosklerose der Arterien
  • Schwindel

Was kann man mithilfe der MR-Angiographie erkennen?

Die MRT-Angiographie zerebraler Gefäße zeigt Aneurysmen, Mikroanfälle, ischämische und hämorrhagische Anfälle, abnormale Gefäßverzweigungen, Hirnthrombosen und Hirntumore.

Die MRT-Angiographie der Halsschlag- und Wirbelarterien wird aktiv bei der diagnostischen Suche nach Ursachen für zerebrale Durchblutungsstörungen durchgeführt. So kann eine Verengung der Halsschlag- oder Wirbelarterien eine besondere Ursache für Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Gedächtnisverlust und andere neurologische Symptome sein. Die MRT-Angiographie wendet man an, um Folgendes zu erkennen:

  • Aneurysmen
  • Blutgefäßstenose
  • Gefäßmissbildungen
  • atherosklerotische Veränderungen
  • arteriovenöse Missbildungen
  • Thrombose der Arterien der Wirbelsäule und des Gehirns
  • Lumenreduktion der Arterien
  • Entzündung der Gefäßwände
  • Pathologie der Halsschlagadern

Welche Gegenanzeigen gibt es für die MR-Angiographie?

Es gibt absolute Gegenanzeigen, bei denen eine Angiographie mit einem Tomographen nicht möglich ist:

  • Metallimplantate;
  • elektronische oder ferromagnetische Mittelohrimplantate;
  • Schrittmacher;

Relative Gegenanzeigen:

  • Herzklappenprothesen (nur im Hochfeld bei Verdacht auf Funktionsstörung);
  • Tätowierungen, in deren Farbe sich Metallverbindungen befinden;
  • nicht ferromagnetische Implantate des Innenohrs;
  • hämostatische Klammergefäße (ausgenommen das Gehirn);
  • dekompensierte Herzinsuffizienz;
  • schwerer Zustand des Patienten.

Welche Vorteile hat dieses Verfahren?

Da das Verfahren auf der Magnetresonanztomographie basiert, haben sie nahezu identische Vorteile:

  • nicht-invasive Diagnosemethode;
  • detailliertes Bild;
  • Röntgenstrahlen werden nicht verwendet;

Die Untersuchungsdauer beträgt 40 bis 90 Minuten. Eine spezielle Schulung ist nicht erforderlich. Der Patient stellt sich auf eine horizontale Fläche, wobei der Kopf oder ein anderer Körperteil fixiert wird. Anschließend scannt der Tomograph den Körper. Da das Verfahren von lauten Geräuschen begleitet ist, trägt der Patient während der Untersuchung spezielle Kopfhörer.

 

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