Anästhesie: Leitungsanästhesie

Was ist die Leitungsanästhesie?

Die Leitungsanästhesie wird durch die Blockade eines Nervs oder einer Nervengruppe erreicht, durch die ein Schmerzimpuls von der Schmerzquelle (der Operationsstelle) zum Gehirn übertragen wird, das dieses Signal verarbeitet und direkt als Schmerzempfindung übermittelt.

Abhängig davon, welcher Nerv blockiert ist, kommt es zu einer Anästhesie eines bestimmten Körperbereichs. Die Leitungsanästhesie ist eine Methode der Lokalanästhesie.

Bei welchen Operationen wird diese Anästhesie-Methode eingesetzt?

Trotz der relativen Einfachheit und hohen Zuverlässigkeit dieser Technik ist sie aufgrund der anatomischen Struktur des menschlichen Körpers nur für einige Körperteile anwendbar. Die Liste der Operationen, bei denen eine Leitungsanästhesie angewendet wird:

  • zahnärztliche Eingriffe, einschließlich komplexer Eingriffe (Entfernung von Weisheitszähnen, Prothetik, Eröffnung eines Abszesses usw.);
  • Operationen an den oberen Gliedmaßen;
  • Genitalchirurgie;
  • Schilddrüsenoperation.

Wie wird die Leitungsanästhesie durchgeführt?

Die sicherste und effektivste Leitungsanästhesie ist die Verwendung von Ultraschall während der Durchführung. Ein Ultraschallgerät hilft dem Arzt, sowohl den Nerv als auch die Nadel zu sehen, mit der er das Arzneimittel injiziert – und damit den gewünschten Bereich zuverlässig und schnell zu betäuben. Mit einem Neurostimulator kann man die Position der Nadel relativ zum benötigten Nerv am genauesten bestimmen und qualitativ blockieren.

Aus technischer Sicht handelt es sich bei der Leitungsanästhesie um eine oder mehrere Injektionen einer Narkoselösung an der Stelle, an der sich der zu blockierende Nerv befindet. Damit die Lokalanästhesie wirken kann, muss man das Anästhetikum so nah wie möglich am Nerv verabreichen.

Am Ort der Leitungsanästhesie kann der Patient verschiedene Empfindungen verspüren, zum Zeitpunkt des Einstichs mit einer Nadel – entweder ein leichtes Unbehagen oder ein gewisser Schmerz. Zum Zeitpunkt der Einführung eines Lokalanästhetikums im anästhesierten Bereich können Schweregefühle und Hitzegefühle auftreten. Liegen während der Anästhesie keine technischen Schwierigkeiten vor, beträgt die Dauer unangenehmer Empfindungen nur wenige Sekunden.

Welche Komplikationen können nach einer Leitungsanästhesie entstehen?

Die schwerwiegendsten Komplikationen der Leitungsanästhesie sind die Entwicklung einer Neuropathie (eine Schädigung der Nerven) sowie das Auftreten von Nebenwirkungen. Eine Nebenwirkung auf ein Lokalanästhetikum äußert sich entweder in der Entwicklung einer allergischen Reaktion oder in einer systemischen Reaktion des Körpers.

  

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