Anästhesie: Intubationsnarkose

Was ist die Intubationsnarkose?

Die Intubationsnarkose ist eine Anästhesiemethode, bei der ein Anästhetikum über einen Endotrachealtubus verabreicht wird. Sobald der Patient in den Tiefschlaf gefallen ist, übernimmt die Atmung ein mechanisches Beatmungsgerät. Die Intubationsnarkose wird bei schweren chirurgischen Eingriffen angewendet, bei denen eine Lokalanästhesie nicht ausreichend ist.

Gegenwärtig erfolgt die Intubationsnarkose meistens intravenös. Die Anfangsdosis der Arzneimittel verabreicht man über eine Atemmaske, wonach der Fluss der Anästhetika in das Venensystem des Körpers fortgesetzt wird. Die Intubationsnarkose ist ein reversibles Eintauchen des Patienten in einen Zustand tiefen Schlafes (Bewusstlosigkeit, Sensibilität und Reflexe aller Art) in Kombination mit vollständiger Entspannung der Muskeln.

Was sind die Indikationen für diese Anästhesiemethode?

  • Bauchchirurgie, bei der eine absolute Entspannung der Bauchmuskulatur erforderlich ist (Eingriffe in Magen, Darm, Leber, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse)
  • Operationen in der Thorax– und Herzchirurgie (eine strikte Kontrolle über die Lebensfähigkeit der Atmung)
  • Operationen in der laparoskopischen Chirurgie, die eine maximale Entspannung der Bauchdecke erfordern, wodurch sich das Bauchvolumen vergrößert und der Druck verringert
  • Eingriffe in das Gehirn im Zusammenhang mit der Notwendigkeit einer ausreichenden Sauerstoffversorgung
  • längere Operationen, bei denen andere Methoden der Vollnarkose oder der Lokalnarkose keine ausreichende Anästhesietiefe gewährleisten können
  • bei Operationen am Hals, einschließlich der Schilddrüse;
  • bei HNO-Operationen (Eingriffe in Mittel- und Innenohr, Rachen, Nebenhöhlenentzündung)
  • in der Zahnheilkunde und plastischen Chirurgie

Wie wird die Intubationsnarkose durchgeführt?

  • Inhalation von Sauerstoff durch eine Gesichtsmaske vor dem Einleiten der Anästhesie
  • intravenöse Verabreichung von Beruhigungsmitteln und Betäubungsmitteln. Dies ist die direkte Einführung des Patienten in den Betäubungsschlaf. Der Patient hört auf, etwas zu fühlen und wahrzunehmen, was geschieht, und vor allem Schmerzen zu fühlen
  • die Verabreichung von Muskelrelaxantien: Dadurch erreicht man eine vollständige Entspannung der Muskeln einschließlich der Atemwege. Dies ist notwendig, um den Patienten während der Intubation und der Operation vollständig zu entspannen
  • Einführen eines speziellen Endotrachealtubus in das Lumen der Luftröhre. Mit seiner Hilfe werden ein Gasgemisch (Luft + Sauerstoff) und Schlafmittel verabreicht. Am Ende des Schlauchs befindet sich eine Luftmanschette, die den Zugang zu den Atemwegen fest blockiert und das Eindringen von Fremdkörpern verhindert
  • die Umsetzung des Gasaustauschs im Körper durch das Beatmungsgerät. Da der Patient im Tiefschlaf und von Muskelrelaxantien völlig entspannt ist, übernimmt das Gerät die Atmung
  • Aufrechterhaltung des Betäubungsmittelschlafes durch Inhalationsanästhetika aus dem Beatmungsgerät und Medikamente usw. durch intravenöse Verabreichung
  • eine allmähliche Rückkehr des Bewusstseins des Patienten und dessen selbständiger Atmung

 

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