Amalgamfüllungen

Amalgamfüllungen

Was sind Amalgamfüllungen?

Amalgamfüllungen sind Legierungen, die aus einer Kombination von Quecksilber mit einer Silberlegierung bestehen. Diese Kunststoffmasse härtet beim Einbringen in die behandelte Zahnhöhle aus. Solche Füllungen platziert man nur auf Kauzähnen, da sie eine silberne Farbe haben.

Woraus bestehen diese Füllungen?

  • 66-73 Prozent Silber schützt vor Korrosion und verleiht Festigkeit
  • 25-29 Prozent Zinn erhöht die Plastizität und verlangsamt die Aushärtung des Amalgams
  • zwei bis sechs Prozent Kupfer schützt vor Korrosion, verleiht Festigkeit und hat antibakterielle Eigenschaften
  • bis zu zwei Prozent Zink hilft bei der Herstellung von Amalgam, die Ausgangsmaterialien mit Quecksilber zu sättigen
  • bis zu drei Prozent Quecksilber ist das Hauptreagenz, das zur Bildung von Amalgam führt

Wie wird die Plombierung des Zahnes mithilfe einer Amalgamfüllung durchgeführt?

  • Vorbereitung der Karieshöhle
  • das Aufbringen einer Isolierauskleidung aus Lack oder Zement auf den Boden und die Wände des Hohlraums, die die Kantenpassung der Dichtung verbessert und eine wärmeisolierende Funktion ausübt. Die Dichtung muss ausgehärtet sein, damit die Dentin-Isolation (Dentin ist knochenähnliches Gewebe, das den größten Teil der Zahnsubstanz darstellt) nicht bricht
  • Amalgam wird portionsweise zubereitet und mit einem Spezialwerkzeug in die Zahnkavität eingebracht
  • dann verdichtet man das Amalgam, wonach das überschüssige Quecksilber, das sich auf der Oberfläche der Dichtung gebildet hat, vorsichtig zu entfernen ist
  • Herstellung der endgültigen Form mit einem in Alkohol und Spezialwerkzeugen getränkten Wattestäbchen
  • schließlich härtet die Dichtung nach sechs bis acht Stunden aus. Nach dem Einsetzen der Dichtung soll man zwei Stunden lang nicht essen
  • Amalgamfüllungen werden frühestens 24 Stunden später poliert

Welche Vorteile haben Amalgamfüllungen?

  • Einfache Versorgung des Zahns
  • Haltbarkeit
  • lange Lebensdauer (zehn Jahre oder mehr)

Welche Gegenanzeigen für die Verwendung von Amalgamfüllungen gibt es?

  • Allergie gegen Amalgam und seine Bestandteile
  • wird nicht zur Behandlung von Kindern, schwangeren Frauen und Patienten mit Nierenerkrankungen angewendet
  • chronische Quecksilbervergiftung bei einem Patienten
  • es ist bei direktem Kontakt mit Zahnersatz aus Metall (Inlays, Kronen) kontraindiziert, da durch galvanische Korrosion eine erhöhte Freisetzung von Quecksilber auftritt

 

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