Alternative Ernährungsformen

Was sind alternative Ernährungsformen?

Alternative Ernährungsformen sind Modelle der Ernährung, die sich mitunter von den Empfehlungen der „traditionellen“ Ernährungswissenschaft unterscheiden. Bei der alternativen Ernährung sind unterschiedliche Formen wählbar. Im Folgenden haben wir die bekanntesten zusammengestellt.

Vegetarismus und Vegane Ernährung

Vegetarismus bezeichnet den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln. Als Vegetarier gelten auch diejenigen, die neben Gemüse auch Milchprodukte und Eier konsumieren, aber Fleisch und Fisch von der Ernährung ausschließen. Man unterscheidet drei Haupttypen:

  • Veganismus ist ein strenger Vegetarismus, der ausschließlich den Verzehr von pflanzlichen Lebensmitteln zulässt. Häufig bestimmt die Ernährungsform eine generelle tierfreie Lebensweise: grundsätzliche Ablehnung tierischer Produkte und Ausbeutung der Tiere.
  • Lacto-Vegetarismus sieht die Ernährung von pflanzlichen Lebensmitteln vor einschließlich von Milchprodukten.
  • Ovo-Lacto-Vegetarismus ist eine Ernährung mit pflanzlichen Lebensmitteln sowie Milchprodukten und Eiern.

Nach den Vorstellungen einiger Vegetarier widerspreche der Verzehr tierischer Produkte der Struktur und Funktion der menschlichen Verdauungsorgane. Er führe zur Bildung von Schadstoffen im Körper, die Zellen vergiften. Der Körper verstopfe mit Schlacken und chronische Vergiftungen seien die Folge. Wissenschaftliche Belege fehlen für diese Ansichten.

Alternative Ernährungsformen: Therapeutisches Fasten

Beim Heilfasten verzichtet der Anwender auf Nahrung für einen bestimmten Zeitraum. Die Fastendauer kann unterschiedlich sein: von einem Tag bis zu mehreren Wochen (unter obligatorischer Flüssigkeitszufuhr). Grundlage dieser Ernährungsform sei die Mobilisierung der körpereigenen Abwehrkräfte. Dies mache die Aktivierung von Reservekräften und die Reinigung des Körpers von den Stoffwechselendprodukten erforderlich. Ein längeres Fasten ist jedoch nicht akzeptabel, insbesondere bei schädlichen Umwelteinflüssen und Stresszuständen.

Rohkost-Ernährung

Bei der Rohkost-Ernährung werden nur rohe (ungekochte) Lebensmittel verzehrt. Hierzu zählen frisches Gemüse, Obst, Beeren, Säfte, getrocknete Früchte, Ölsaaten, Nüsse, Honig und in kaltem Wasser eingeweichte Körner. Rohkost schließt die Wärmebehandlung von Lebensmitteln aus und erklärt dies dadurch, dass der Nährwert von Lebensmitteln bei der Rohkost erhalten bliebe und nur somit ihre Wirkung auf den Körper einer gesunden sowie einer kranken Person gewährleistet werden würde. Aus verschiedenen Gründen ist es nicht ratsam, sämtliche Lebensmittel roh zu verzehren. Einige davon werden erst nach einer Wärmebehandlung (Eier usw.) leichter bekömmlich bzw. genießbar (Kartoffeln). Permanente Rohkost ist schädlich, weil sie u. a. die Proteinversorgung des Körpers in quantitativer und qualitativer Hinsicht stört.

Alternative Ernährungsformen: Makrobiotik

Diese Form entstand in Japan zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Sie diene einer Verbesserung der Gesundheit und beuge vielen Krankheiten vor. Fleisch, tierische Fette, Milchprodukte, Zucker, Honig, Kaffee und Tee sollten gemieden werden. Zudem verzichten Anhänger der Makrobiotik auf raffinierte Getreidekost (Getreide, Mehl, Nudeln), Fabrikate und Halbfabrikate, einschließlich Dosenwaren, Konserven und Tiefkühlkost sowie Speisesalz. Grundlage für diese Ernährungsform ist der Verzehr unraffinierter Getreideprodukte: Vollkornreis, Vollkornbrot und -Teigwaren.

Weitere alternative Ernährungsformen

Vollwerternährung ist ein Ansatz, bei dem Anhänger unverarbeitete und nicht raffinierte (oder nur minimal verarbeitete / raffinierte) Lebensmittel verzehren. Ein Beispiel sind Vollkornprodukte, Wurzelgemüse, Nüsse, Gemüse und Obst.

Trennkost geht davon aus, dass bestimmte Lebensmittel nicht zusammen mit anderen verzehrt werden können. Es gibt Vorgaben, welche Produkte miteinander kombiniert werden können und welche nicht.

Die Ernährung nach Blutgruppen bezieht sich auf das Konzept der Trennkost und ergänzt es mit den Informationen zum menschlichen Genotyp.

 

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