Allergologie

Was macht ein Allergologe?

Die Allergologie ist ein Bereich der Medizin, der die Ursachen allergischer Reaktionen, die Mechanismen ihrer Entstehung, den Verlauf der Erkrankung, das Krankheitsbild und mögliche Komplikationen untersucht. Der Allergologe (auch: Immunologe) beschäftigt sich mit der Diagnose, Behandlung und Prävention von allergischen Reaktionen, die durch eine Dysfunktion des Immunsystems verursacht werden.

Allergologie ist eine zusätzliche Weiterbildung bei Fachärzten für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Kinder- und Jugendmedizin oder bei Fachärzten im Gebiet der Inneren Medizin oder Allgemeinmedizin. Die Allergologie beschäftigt sich mit der Erkennung und Behandlung von Allergien.

Begriffe: Allergien und Allergene

Allergien sind überempfindliche Reaktionen des Immunsystems auf wiederholte Wirkungen von Reizen (Allergene). Sie verursachen eine allergische Reaktion des Körpers. Allergene sind Faktoren, die zur Entstehung von Allergien beitragen können. Hierzu zählen Tierhaare oder -speichel, Lebensmittel, Farbstoffe, Schimmelpilze, Pollen und Pflanzensaft, Staub, Insekten, Medikamente, Sonnenlicht und andere.

Allergene gelangen auf drei natürliche Arten in den menschlichen Körper:

  • beim Essen und Trinken – Nahrungsmittelallergien;
  • beim direkter Einwirkung auf die Haut – Kontaktallergie (z. B. Allergie gegen Tierhaare, Waschpulver usw.);
  • über die Atemwege – Atemwegsallergie.

Welche Krankheiten untersucht die Allergologie?

In der Allergologie werden folgende Erkrankungen unterschieden:

  • chronische Asthma bronchiale (eine nichtinfektiöse entzündliche Erkrankung der Atemwege);
  • allergische Rhinitis (eine chronische Erkrankung, die durch das Eindringen von Allergenen in die Nasenschleimhaut mit der anschließenden Entwicklung einer allergischen Reaktion verursacht wird);
  • Neurodermitis (eine chronische Hautkrankheit);
  • chronisch rezidivierende Urtikaria (eine Hautkrankheit, die hauptsächlich allergischen Ursprungs ist und durch das rasche Auftreten stark juckender Elemente auf der Haut gekennzeichnet ist).

Die schwerste Krankheit, die sogar zum Tod führen kann, ist das Quincke-Ödem (akute allergische Reaktion, die durch das Auftreten einer massiven Schwellung der Haut, des Unterhautfetts und der Schleimhäute gekennzeichnet ist).

Was sind die häufigsten Anzeichen von Allergien?

Zu den Hauptsymptomen allergischer Erkrankungen gehören:

  • Husten;
  • Anfälle von Atemnot und/oder Pfeifen;
  • Rötung der Augen und Tränen der Augen;
  • Nasenverstopfung und laufende Nase;
  • Hautausschlag und Juckreiz;
  • Anschwellen der Lippen, der Zunge, des Halses.

Behandlung in der Allergologie

Zunächst führt ein Allergologe Allergietests durch, um die Ursache der Krankheit zu bestimmen. Zusätzlich zu Medikamenten, die die Empfindlichkeit des Körpers gegenüber einem Allergen verringern, kann eine allergenspezifische Immuntherapie durchgeführt werden. Die Immuntherapie impliziert, dass Allergene in Abständen von einem bis mehreren Tagen subkutan – also unter die Haut – verabreicht werden.

 

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um
Allergien
Allergien: Hyposensibilisierung