Akromegalie

Was ist Akromegalie?

Akromegalie ist eine Pathologie der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse), bei der eine erhöhte Produktion von Wachstumshormon auftritt begleitet von charakteristischen Änderungen der Proportionen des Körpers und des Aussehens des Patienten. Diese Krankheit ist bei Männern und Frauen gleich häufig. Meist treten die ersten Anzeichen einer Pathologie am Ende des Wachstums auf, d. h. nach 20 Jahren.

Warum entsteht Akromegalie?

Infolge einer Hypertrophie des Hypophysengewebes tritt eine intensive Produktion von Wachstumshormon auf. In diesem Fall vermehren sich die Zellen intensiv, was zu einer Vergrößerung der Hypophyse führt. Dieser Zustand wird als Hypophysenadenom bezeichnet. In einigen Fällen kommt es bei einer ausgeprägten Zunahme der Größe zu einer Kompression gesunder Gewebe und zur Zerstörung normaler Zellen.

Die anderen Ursachen für Akromegalie können Schädelknochentraumata, Geburtsverletzungen, häufige Infektionskrankheiten, Krebs des Zentralnervensystems und psychische Störungen sein.

Welche Symptome hat diese Krankheit?

Die Symptome der Akromegalie bei Kindern und Erwachsenen sind:

  • übermäßige Behaarung bei Frauen;
  • die Ausdehnung der Zahnzwischenräume, die Vergrößerung verschiedener Gesichtsteile, die Verdickung der Haut;
  • Vergrößerung der Schilddrüse;
  • eingeschränkte Arbeitsfähigkeit, Müdigkeit;
  • die Entwicklung von kardiovaskulären Pathologien, die zum Tod führen können;
  • Entwicklung von Diabetes (Zuckerkrankheit);
  • Verletzung der Pigmentierung der Haut;
  • Störung der Atemwege.

Bei der Akromegalie kommt es zu einer Kompression gesunder Zellen, die Folgendes hervorruft:

  • verminderte Potenz und Libido bei Männern;
  • Unfruchtbarkeit, Menstruation bei Frauen;
  • häufige Migräne, die einer medizinischen Behandlung nicht zugänglich ist.

Wie behandelt man Akromegalie?

Die Wahl der Behandlung hängt von der Schwere der Symptome und den Ursachen der Krankheit ab. Gegenwärtig gibt es drei Hauptbehandlungsmethoden für Akromegalie: chirurgische Operation, Strahlentherapie und Medikamente.

In fast allen Krankheitsfällen wird eine chirurgische Behandlung bevorzugt. Der Hauptvorteil davon ist die Geschwindigkeit des Wirkungseintritts: Bereits in der frühen postoperativen Phase ist eine Normalisierung der Wachstumshormonsekretion feststellbar.

Die Operation ist auf zwei Arten durchfürbar:

  • Minimalinvasive Methode: Der Tumor wird sofort ohne Einschnitte entfernt. Alle chirurgischen Eingriffe werden mit endoskopischen Geräten durch die Nasenöffnung durchgeführt.
  • Die transkranielle Methode wendet man nur an, wenn der Tumor eine große Größe erreicht hat und eine Entfernung des Adenoms durch die Nase unmöglich ist.

Die medikamentöse Therapie wird hauptsächlich als Ergänzung zu chirurgischen Eingriffen oder zur Bestrahlung eingesetzt. Sie erfolgt oft ein Leben lang. Akromegalie wird mit Medikamenten behandelt, die dazu beitragen, den Spiegel des Wachstumshormons im Blut zu senken. Am häufigsten kommen solche Medikamente zum Einsatz, wenn:

  • die Operation keine Ergebnisse erbracht hat;
  • der Patient einen chirurgischen Eingriff ablehnt;
  • es Kontraindikationen für die Operation gibt.

Die Einnahme von Medikamenten hilft, den Tumor zu verkleinern.

 

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