Angst, Beine

Platzangst (Agoraphobie)

Was ist Agoraphobie?

Platzangst  (Agoraphobie) ist in der Wissenschaft die Angst vor großen, weiten Plätzen, zum Beispiel das Stehen auf einer weiten Wiese. Umgangssprachlich bezeichnet Platzangst auch die sogenannte Klaustrophobie. Hierbei handelt es sich um die Angst vor engen Räumen. Sie ist also das genaue Gegenteil der Agoraphobie.

Wie äußert sich Agoraphobie?

Agoraphobie gehört zu den Krankheiten der Psyche. Es ist eine Art der Zwangsangst, die sich in Form einer Panikangst vor leeren, offenen Räumen manifestiert. Agoraphobie beeinträchtigt die Lebensqualität eines Menschen erheblich, schränkt ihn in der Arbeit, im Privatleben, in der Unterhaltung und in der Freizeit ein. Die Krankheit beginnt sich in der Regel bei einem Menschen im Alter von 20 bis 25 Jahren zu entwickeln. Dies unterscheidet sie von gewöhnlichen Phobien, die sich bereits in der Kindheit bemerkbar machen sowie sozialen Phobien, die sich in der Jugend manifestieren.

Gefährdet sind Menschen, die sich in einem chronischen Stresszustand befinden, an einer Angststörung leiden und genetische Voraussetzungen haben. Darüber hinaus ist die Agoraphobie chronisch, auf Remissionsperioden (Verbesserung des Zustands) folgen Exazerbationen (Verschlechterung des Zustands). Dieser pathologische Zustand kann sich aufgrund früherer traumatischer Situationen oder Ereignisse entwickeln, die eine akute psychologische Reaktion hervorrufen.

Während des Anfalls nimmt die Herzfrequenz des Patienten zu, das Atmen nimmt zu, im ganzen Körper tritt Zittern auf, es kommt zu vermehrtem Schwitzen, Gesichtsrötung sowie Fieber und Durchfall.

Wie behandelt man Agoraphobie?

Zur Behandlung von Agoraphobie und den damit verbundenen Panikattacken werden medikamentöse Therapie und Psychotherapie eingesetzt. Zudem kommen häufig verwendete Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie und Gestalttherapie zum Einsatz.

Was ist Klaustrophobie?

Klaustrophobie ist die unkontrollierte Angst vor kleinen geschlossenen Räumen. Typischerweise wird diese Phobie durch Störungen des Nervensystems oder durch psychische Verletzungen verursacht, die auf körperliche Verletzungen zurückzuführen sind (zum Beispiel bei einem Autounfall).

Episoden pathologischer Angst können sich auf engstem Raum entwickeln, beispielsweise in einem Keller, einem Schrank, einem Aufzug oder einem Innenraum eines Autos. In den meisten Fällen leiden Menschen, die an dieser Störung leiden, am meisten unter beengten Räumen ohne Fenster.

Welche Therapie-Methoden gibt es?

Die Klaustrophobie-Therapie basiert auf dem Unterrichten von Entspannungstechniken einer Person unter Verwendung von Psychotherapie und Pharmakotherapie. Außerdem werden solchen Patienten grundlegende Methoden der Ablenkung und Atemkontrolle beigebracht. Die Aufgabe der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Psychotherapie besteht darin, die Aufmerksamkeit auf andere Objekte, Handlungen und Emotionen zu lenken und so die Angst abzubauen. Wenn der Patient unter starken Angstzuständen leidet, die mit generalisierten Angststörungen und Depressionen einhergehen, können zusätzlich Tranquilizer und Antidepressiva eingesetzt werden.

 

Bildnachweis: Anemone123 | pixabay

 

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