Adenom der Prostata

Was bedeutet das?

Das Adenom der Prostata entspricht der Volumenzunahme der Prostata. Dieser Zustand führt zu Harnsymptomen wie häufigem Wasserlassen, Harninkontinenz oder sexuellen Problemen. Die Behandlung wird von Fall zu Fall in Abhängigkeit von der zum Zeitpunkt der Diagnose beobachteten Hypertrophie – also der Vergrößerung der Prostata – entschieden. Diese Erkrankung wird auch als benigne Prostatahyperplasie, kurz: BPH, bezeichnet.

Was sind Ursachen für ein Adenom der Prostata?

Die Prostata ist eine Drüse, die sich unterhalb der Blase befindet und mit dem Harntrakt (Harnröhre) kommuniziert. Sie existiert nur bei Männern. Das Prostata-Adenom ist eine Vergrößerung der Vorsteherdrüse, die am häufigsten bei Männern über 50 Jahren auftritt.

Ich habe eine vergrößerte Prostata – und nun?

Wenn das Adenom klein ist, wenig Beschwerden verursacht, die Blase sich gut entleert und keine Komplikationen auftreten, ist keine Behandlung notwendig. Mediziner schlagen eine einfache Überwachung vor, um einer möglichen Komplikation vorzugreifen. Allerdings gilt es, ein paar Empfehlungen und Ratschläge zur berücksichtigen:

  • Koffein- und Alkoholkonsum so weit es geht vermeiden,
  • Begrenzen Sie den Konsum von Flüssigkeiten am Abend: vermeiden Sie Suppen, Kräutertees und ähnliches;
  • Betätigen Sie sich regelmäßig körperlich;
  • Bekämpfen Sie Verstopfung: insbesondere durch den Verzehr ballaststoffreicher Nahrungsmittel.

Medizinische Behandlung

Sie lässt das Adenom nicht verschwinden und verzichtet in keinem Fall auf eine regelmäßige Überwachung des Patienten.

Pflanzliche Arzneimittel: Obwohl ihre Wirkungsmechanismen nur unvollkommen bekannt sind, scheinen Extrakte aus afrikanischer Pflaume oder amerikanischer Sägepalme eine gewisse Wirksamkeit zu haben.

Medikamente, sogenannte alpha-Blocker, ermöglichen die Entspannung verschiedener Muskeln des Harntraktes, was das Wasserlassen erleichtert. Sie haben jedoch einige Nebenwirkungen, insbesondere niedrigen Blutdruck.

Antibiotika werden bei einer Infektion für 3 oder 4 Wochen benötigt.

Chirurgische Behandlung von einem Adenom der Prostata

Die chirurgische Behandlung ist für Patienten mit sehr lästigen, tumorbedingten Störungen beim Wasserlassen oder für Patienten mit einer Komplikation bestimmt. Es gibt verschiedene chirurgische Techniken zur Behandlung des Prostata-Adenoms. Zusätzlich zu den möglichen Komplikationen, die mit jeder Technik verbunden sind, betrifft die erektile Dysfunktion eine begrenzte Anzahl von Patienten nach der Operation. Dies gilt insbesondere in Fällen von relativ großen Adenomen, aber diese Fälle werden von einigen Spezialisten als psychologisch bedingt angesehen.

Die chirurgische Behandlung basiert auf verschiedenen Techniken:

  • Adenomektomie (Entfernung des Adenoms) durch einen oberen (Schnitt in der Bauchdecke oder am Blasenhals) oder endoskopischen (Einführung des Operationsmaterials durch die äußere Öffnung der Harnröhre) Weg. Die gesamte chirurgische Probe wird im Labor analysiert, um die Diagnose eines gutartigen Tumors zu bestätigen und sicherzustellen, dass es keinen assoziierten Krebs gibt. Die chirurgische Behandlung kann kurzfristig durch lokale hämorrhagische Manifestationen oder Harnwegsinfektionen erschwert sein. Längerfristig ist sie ständig für die retrograde Ejakulation (der Patient ejakuliert nicht mehr nach außen, sondern in die Blase) und seltener für Inkontinenz oder erektile Dysfunktion verantwortlich.
  • Transurethrale Resektion des Prostata-Adenoms durch Endoskopie.
  • Radiofrequenz-Thermotherapie mittels Harnröhrenendoskopie.
  • Der zervikoprostatische Schnitt: Diese Technik besteht darin, einen kleinen Schnitt in der Prostata auf endoskopischem Weg zu machen, um den Blasenhals zu erweitern.
  • Die Installation von Prothesen (Stents) in der Harnröhre, um den Urinfluss zu erleichtern.

Die Assoziation eines Adenoms mit Prostatakrebs kann bei ein und demselben Patienten beobachtet werden. In Abwesenheit eines getasteten Knötchens sind andere Diagnosen zu diskutieren: neurologische Blase (Blasenfunktionsstörung in Verbindung mit Anomalien in der nervösen Steuerung dieses Organs), Verengung der Harnröhre.

 

Finden Sie den passenden Arzt für Ihre Fragen rund um

Hausarzt / Hausärztin
Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie
Männerarzt / Männersprechstunde
Urologie